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Bedingtes Ja zu Abgrabung in Freidling

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Teisendorf. Um eine gut bewirtschaftbare landwirtschaftliche Fläche zu erhalten, hat der Landwirt Heinrich Koch aus Schnelling beim Markt Teisendorf die Abgrabung seines unebenen Grundstücks beantragt. Damit befasste sich nun der Teisendorfer Bau- und Umweltausschuss und erteilte planungsrechtlich sein Einverständnis.


Insgesamt umfasst die Abgrabungsfläche rund 16 000 Quadratmeter. Das Abgrabungsvolumen ist dem Antrag zufolge 60 732,50 Kubikmeter – ohne den Oberboden, der bei der Rekultivierung wieder eingebaut wird. Die Fläche liegt in der Gemarkung Freidling nordwestlich von Schnelling im Außenbereich. Der Abbau von Sand ist laut Bauamtsleiter Peter Steinmaßl nach dem Baugesetzbuch ein privilegiertes Vorhaben. Da die Abgrabung der Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutzbarkeit der Fläche dient, könnte seiner Ansicht nach auch eine landwirtschaftliche Privilegierung vorliegen.

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Abtransportiert wird das Material über die unmittelbar an der Fläche vorbeiführende Gemeindeverbindungsstraße 1014 zur Straße von Freidling nach Achthal und dann über Freidling nach Teisendorf. Da es für oben genannte Gemeindeverbindungsstraße bereits früher eine Genehmigung für einen Kiestransport gab, müsste zumindest diese Straße nach Steinmaßls Einschätzung die Belastung aushalten können. Er empfahl jedoch, noch zu untersuchen, ob sich alle betroffenen Straßen für den Sandtransport eignen, zumal die angenommene Menge von circa 60 700 Kubikmeter etwa 5100 Lkw-Fahrten mit jeweils rund 32 Tonnen Gesamtgewicht bedeute.

Der Bauausschuss beschloss daher, dass die Eignung der Zufahrtsstraßen und somit die ausreichende Erschließung des Vorhabens noch geprüft werden soll. Falls Straßenschäden zu befürchten sind, die über das übliche Maß hinausgehen, will man gegebenenfalls eine Kostenvereinbarung treffen.

Da es in der Bevölkerung derzeit Diskussionen gibt, warum beim Teisendorfer Baugebiet »Vogelau III« scheinbar nichts weitergeht, stellten Bürgermeister Franz Schießl und sein Bauamtsleiter kurz den Sachstand dar. Die Erschließungsplanung sei fast fertiggestellt. Die Planung liege voll im Zeitplan. Die Baumaßnahme könne kurzfristig ausgeschrieben werden. Es gebe zwar noch immissionsschutzrechtliche Probleme, die aber in Kürze ausgeräumt sein würden. Der Bau- und Umweltausschuss nahm Kenntnis.

Dritter Bürgermeister Georg Quentin (SPD) berichtete von mehreren Straßenschäden in Oberteisendorf: Auf der Raschenbergstraße, etwa in Höhe des Anwesens Oeggl, sei der Gehweg bei zwei Baumaßnahmen aufgeschnitten und bisher keine neuer Asphalt eingebaut worden. Außerdem entstünden am Schlossweg durch Wurzeln Schäden am Asphaltbelag. Schießl versprach, die schadhaften Stellen zu besichtigen.

Johann Niederstraßer (FWG) wies darauf hin, dass die Straße von Weildorf nach Hörafing jetzt 45 Jahre alt sei. Ihr Zustand habe sich stark verschlechtert. Niederstraßer bat, zu prüfen, ob diese Straße heuer saniert werden muss.

Thomas Gasser (CSU) berichtete von einem Gespräch mit einem Grundeigentümer, der Setzungen an seinem Wohnhaus beklage. Ausgelöst worden seien diese nach Ansicht des Eigentümers durch den Wegfall der früheren Wehranlage an der Sur, was den Wasserspiegel und auch den Grundwasserstand abgesenkt habe. Bauamtsleiter Steinmaßl berichtete, zu diesem Problem habe es bereits mehrere Ortsbesichtigungen mit den Fachbehörden gegeben. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein werde um eine Stellungnahme gebeten. vm