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Bebauungsplan wird im beschleunigten Verfahren aufgestellt

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Um den geplanten Neubau des Posthotels geht es unter anderem beim Bebauungsplan »Ortskern – nordwestlicher Teil«, der vom Gemeinderat auf den Weg gebracht wurde. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Der Bebauungsplan »Ortskern – nordwestlicher Teil« wird im beschleunigten Verfahren aufgestellt. Dies beschloss der Reit im Winkler Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung. Geregelt werden darin auch die Einzelheiten beim geplanten Neubau des Posthotels.


Bürgermeister Josef Heigenhauser ging auf die Vorgeschichte des Bebauungsplans ein, der den Bereich von der Pfarrkirche bis zum Seerosenweg umfasst. Im Jahr 2014 war bei der Gemeinde ein Antrag auf Vorbescheid wegen Neubau einer Einfamilienhaus-Wohnparkanlage am Seerosenweg, bestehend aus fünf Einfamilienhäusern mit Vorplatz, eingegangen. Nach Ablehnung durch den Bauausschuss fand eine gemeinsame Ortsbesichtigung mit dem Landratsamt, dem Bauherrn, der anwaltlichen Vertretung des Bauherrn und der Gemeinde statt. Dabei wurde vom Landratsamt die Aufstellung eines Bebauungsplans empfohlen.

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Ebenfalls 2014 traten eine Investoren- und eine Betreibergruppe an die Gemeinde heran und stellten Planungen hinsichtlich eines Neubaus vom Hotel Post vor. »Grundsätzlich steht die Gemeinde einem Hotelvorhaben sehr positiv gegenüber«, stellte Bürgermeister Heigenhauser in der Gemeinderatssitzung fest. Besonderes Augenmerk sei hier jedoch auf die bauliche Gestaltung wie zum Beispiel eine nachbarverträgliche Höhenentwicklung zu legen.

Im Rahmen einer Ausschreibung wurde das Architekturbüro Mißberger + Wiesbauer aus Burgkirchen mit der Erstellung eines Bebauungsplans für das beschriebene Gebiet beauftragt. Mit der Planung soll eine geordnete städtebauliche Entwicklung im Bereich am Seerosenweg und des Posthotels erreicht werden.

Architekt Norbert Mißberger stellte dem Gemeinderat nun den Entwurf zum Bebauungsplan vor. Er erklärte, dass entgegen der ursprünglichen Planung das Posthotel jetzt wesentlich verträglicher in Bezug auf das Gesamtareal geplant worden sei. So sei zum einen der Baukörper auseinandergezogen worden und verteile sich jetzt auf drei Gebäude. Weiter sei die zunächst geplante Höhe wesentlich reduziert worden, sodass die sich die in unmittelbarer Nähe befindenden, denkmalgeschützten Gebäude wie Pfarrkirche und Lenzenhof ihre Geltung behalten würden.

Bürgermeister Josef Heigenhauser gab bekannt, dass nach den Bestimmungen des Baugesetzbuchs ein Bebauungsplan unter anderem im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden darf, wenn in ihm eine zulässige Grundfläche im Sinne der Baunutzungsverordnung oder eine Größe der Grundfläche von insgesamt weniger als 20 000 Quadratmeter festgesetzt wird.

Der Gemeinderat beschloss, dass die Aufstellung des Bebauungsplans »Ortskern – nordwestlicher Teil« im beschleunigten Verfahren durchgeführt wird, und beauftragte die Verwaltung, die frühzeitige Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen, sobald die Planunterlagen vollständig vorliegen.

Außerdem gab Bürgermeister Josef Heigenhauser Beschlüsse aus früheren Sitzungen bekannt, deren Geheimhaltungsgründe inzwischen entfallen sind. Dies betraf einen Beschluss, den Antrag auf Zuschussgewährung für die Detailuntersuchung der Deponie »Maserer Pass – Staffegg« zu stellen. Gleichzeitig war die Verwaltung beauftragt worden, die Detailuntersuchung durchführen zu lassen.

Weiter war beschlossen worden, dem Ingenieurbüro HPC AG aus Übersee den Auftrag für die Erstellung der Antragsunterlagen zur Erlaubnis hinsichtlich der Einleitung von behandeltem Abwasser aus der Kläranlage der Gemeinde in die Lofer zu erteilen. Die derzeit noch gültige Erlaubnis läuft Ende 2018 ab.

Ein weiterer Beschluss war dahingehend gefasst worden, die Firma hubermedia GmbH mit der Erstellung einer »Reit im Winkl«-App zu beauftragen. sh