weather-image
16°

Bebauungsplan »Hofer Straße« soll geändert werden

2.0
2.0

Traunreut – Die Stadt möchte eine am westlichen Stadtrand im Bebauungsplan dargestellte Wohnbaufläche um ein Grundstück erweitern. Bei dem städtischen Grundstück handelt es sich um das letzte Baugrundstück zum sogenannten Schneckenberg hin, der im ISEK-Verfahren (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) auch als wichtiger Naherholungsbereich definiert ist.


Durch die Erweiterung stünden dann circa 6500 Quadratmeter für eine Wohnbebauung zur Verfügung. Um dieses Grundstück bebauen zu können, muss aber zunächst der Bebauungsplan »Hofer Straße« geändert beziehungsweise erweitert werden.

Anzeige

Grünes Licht dazu gab der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung. Bei drei Gegenstimmen wurde die Überplanung mitgetragen. Günther Dzial (SPD) und Verkehrsreferent Roger Gorzel (Bürgerliste) befürchteten, dass die über die Hofer Straße geplante Erschließung ein Verkehrschaos auslösen könnte. Verkehrsreferent Roger Gorzel forderte ein Verkehrskonzept: »Das packt die Hofer Straße nicht mehr.« Er schlug eine Anbindung über die Kolpingstraße oder dem Wertstoffhof vor. Die Kritik von Günther Dzial (SPD), dass das Verkehrsumfeld im Bereich der Hofer Straße ohnehin nicht in Ordnung sei, wies Bürgermeister Klaus Ritter zurück. »Die ständigen Kritikpunkte sind nur teilweise korrekt«, betonte das Stadtoberhaupt. Dabei wies Ritter auf die Auflagen hin, die dem Investor der seit kurzem in der Nachbarschaft im Bau befindlichen Wohnanlage vom Stadtrat auferlegt worden seien. Nämlich mehr Tiefgaragenplätze zu bauen, die vom Investor über das geforderte Maß hinaus auch umgesetzt würden. Er teilte auch mit, dass bei der Überplanung der neuen Wohnbaufläche auch ein Verkehrs- und Naherholungskonzept erstellt werde. Dazu liegt auch eine Stellungnahme von der Stadtplanerin Professor Anne Beer vor. Darin weißt sie darauf hin, dass in jedem Fall der Zugang zum Naherholungsgebiet gemäß dem ISEK berücksichtigt werden müsse.

Ernst Ziegler (SPD) wollte wissen, inwieweit sich der in der Nähe befindliche Wertstoffhof auf eine Wohnbebauung auswirken könnte: »Ist hier mit Geruchsemissionen zu rechnen?« Jetzt was in die Wege zu leiten, sei schwierig, sagte Ritter. »Wenn es so weit ist, muss mit dem Betreiber des Bauhofes gesprochen werden.« Für die Stadt sei es jetzt wichtig, alle Flächen zu beackern, um Wohnbauflächen auszuweisen. »Wir haben einen enormen Wohnungsdruck«, betonte der Bürgermeister. Sollte das Bauleitverfahren positiv beschieden werden, könnte auf dem Grundstück Bauland für hochwertiges Wohnen ausgewiesen und einem Investor angeboten werden. Der rechtskräftige Bebauungsplan, der jetzt um ein Grundstück erweitert werden soll, lässt bis zu sechs Geschoße zu. ga

Blattl Sonntag Traunstein