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Bayernpartei Traunstein für Kreistagswahl gerüstet

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Traunstein. Die Bayernpartei Traunstein ist bestens gerüstet für die Kreistagswahl im März. Sie tritt mit 70 Listenkandidaten und vier Ersatzkandidaten um die Wählergunst an. Das Besondere daran: Auch Nichtmitglieder finden sich auf vorderen Listenplätzen.


Bayernpartei-Kreisrat Hans Schupfner als Wahlleiter regte an, dem Wunsch der anwesenden Parteimitglieder zu folgen und alle Nichtmitglieder, die als Listenkandidaten antreten, zu stimmberechtigten Personen zu erheben. Das Votum hierzu fiel einstimmig positiv aus. Da die Liste mit 70 Listenkandidaten und vier Ersatzkandidaten in den letzten Wochen sorgfältig zusammengestellt worden war und fast alle Wünsche der Kandidaten bezüglich ihres Listenplatzes berücksichtigt wurden, konnte in einem Block gewählt werden. Die von der Vorstandschaft vorgeschlagene Reihung der Kandidaten fand 100-prozentige Zustimmung. Ebenso einhellig wurde Kreisrat Hans Schupfner zum Beauftragten für den Wahlvorschlag benannt.

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Vor der Wahl hatten sich die Kandidaten einzeln vorgestellt. Neben den Angaben zur Person waren es vor allem die persönlichen Motive für eine Kandidatur bei der Bayernpartei, die die Veranstaltung aussagekräftig werden ließen. Der Landratskandidat der Bayernpartei, Kreisrat Heinz Wallner, zeigte sich guter Dinge hinsichtlich einer Mehrung der Kreistagsmandate – nicht zuletzt, weil bei der CSU dieses Mal »wichtige Stimmensammler« fehlten. Gleiches gelte für die Grünen, für die der verstorbene Sepp Daxenberger in der Vergangenheit viele Stimmen auf sich habe ziehen können. Bayernpartei-Spitzenkandidat Heinz Wallner weiter: »Darüber hinaus ist die Bayernpartei seit ihrer Stimmenverdopplung bei den letzten Landtags- und Bezirkstagswahlen in Aufbruchstimmung. Sie wird von den zunehmenden Sympathien in der Bevölkerung profitieren. Die Bayernpartei Traunstein leistet gute Sachpolitik im Kreistag und hatte innerhalb ihrer Fraktion eine angenehme Gesprächskultur. Einzelstandpunkte wurden stets respektiert.« Sein persönlicher Traum als Landratskandidat sei es, »in die Stichwahl zu gelangen«, betonte Wallner.

»Ein Verfechter von Regionalität«

Konrad Baueregger, der auf Platz zwei der Liste rangiert, stellte seine berufliche Laufbahn im Genossenschaftswesen in den Vordergrund. Er sei dadurch »ein Verfechter von Regionalität – in jeder Beziehung«. Zur Bayernpartei passe er auch durch seine Vorliebe für Kultur und Brauchtum. Die »gelebte bayerische Sprache« sei ihm besonders wichtig. Auf Platz drei folgte Kreisrat Alfons Baumgartner. Ihm ging es vor allem um »einen zukunftsfähigen Landkreis«: »Wir haben uns im Kreistag zum Beispiel dagegen eingesetzt, dass der seit Jahrzehnten bewährte Alpenplan im Rahmen der Regionalplanfortschreibung ausgehöhlt wird. Immer höher, immer weiter, immer mehr – das geht nicht mehr. In dieser Hinsicht sind wir uns mit immer größeren Teilen der Bevölkerung einig.« Beispiele wie die abgelehnte Olympiabewerbung oder die dritte Startbahn in München zeigten: »Die Bürger schauen immer realistischer und kritischer in die Zukunft.«

Christa Summerer, dritte Bürgermeisterin in Grassau, steht an vierter Stelle der Bayernpartei-Liste. Sie engagiert sich stark im sozialen Bereich und betreibt einen »Tante Emma-Laden« in Rottau. Weil Christa Summerer »regionales Wirtschaften« am Herzen liegt, bietet sie nach ihren Worten viele heimische Erzeugnisse an.

»Bauer und Vereinsmensch«

Der Listen-Fünfte, Kreisrat Andreas Holzner, bezeichnete sich selbst als »Bauer und Vereinsmensch«, da bayerische Kultur und Brauchtum vorwiegend in Heimatvereinen gepflegt werde. Als Jäger, Heger und Jagdbeirat wisse er, wie nötig auch in dieser Hinsicht Sachverstand im Kreistag sei.

Annelies Stefanutti-Bscheidl mit Platz sechs auf der Liste berichtete von ihrer Erfahrung in der Familien- und Behindertenpolitik. Sie sei darüber hinaus aktiv in der Bürgerinitiative gegen den 6-spurigen Vollausbau der Autobahn A 8. Mit Marco Lenz, der vor kurzem den »Ortsverband Salzachtal« gegründet und seither bereits etliche Neumitglieder geworben hat, landete ein relativ neues Gesicht in der Bayernpartei auf Rang sieben der Liste. Eines seiner zentralen Anliegen sei der Umweltschutz, hob Lenz heraus. Außerdem müsse der bayerische Dialekt in der Schule gepflegt werden, und das Kreuz im Klassenzimmer dürfe »nie mehr zur Debatte stehen«.

Der Achte auf der Liste, Hans-Peter Gschwendner, stellte sich als Experte für Brandschutz und Energie vor. Er wolle seine fachlichen Kenntnisse in die Kreistagsarbeit einbringen. Johannes Parzinger auf Platz neun ist Feuerwehrkommandant in Palling und sein besonderes Interesse gilt »der weiterhin gentechnikfreien Landwirtschaft«, wie er unterstrich. Platz zehn belegt Wolfgang Aberger aus Unterwössen. kd