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Bayernpartei schickt Wallner ins Rennen

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Der frisch gekürte Landratskandidat der Bayernpartei, Heinz Wallner, bei seiner Vorstellungsrede in Traunstein.

Heinz Wallner aus Chieming, seit sechs Jahren Kreisrat in Traunstein und genauso lang Dritter Bürgermeister seiner Heimatgemeinde, will für die Bayernpartei im März 2014 den Landratssessel erobern. Bei der Kreisversammlung im Wochinger-Brauhaus in Traunstein erhielt er das einstimmige Vertrauen der Anwesenden. Die Bewerbungsrede des 50-Jährigen stand unter dem Motto »Unternehmerdenken und Sozialdenken für den Landkreis«.


Der Chieminger lobte die gute Zusammenarbeit mit seinen Kreistagskollegen von der Bayernpartei – vor allem wegen der »guten Gesprächskultur« und wegen des gegenseitigen Respekts vor der Meinung des anderen. So herrsche kein Fraktionszwang bei unterschiedlichen Meinungen wie zum Beispiel jüngst bei der Olympiabewerbung.

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Seine Leidenschaft gelte seit langem der Kommunalpolitik, sowohl auf Ortsebene als auch auf Kreisebene, berichtete Heinz Wallner weiter. Nach 22 Jahren CSU-Mitgliedschaft sei er im vergangenen Jahr »aus innerer Überzeugung zur Bayernpartei übergetreten«. In seiner CSU-Vergangenheit sei er zehn Jahre Vorsitzender der Mittelstandsunion gewesen und sechs Jahre stellvertretender Bezirksvorsitzender. Beim Bayernbund, Kreisverband Traunstein, sei ihm die Förderung des Dialekts an Schulen am Herzen gelegen. Im Kreistag Traunstein habe er »von Anfang an genau dort mitreden wollen, wo das meiste Geld ausgegeben werden muss – in der Jugendhilfe und im sozialen Bereich«. Engagiert sei er auf Kreisebene zudem im Tourismus.

In geheimer Wahl – auch die Nichtmitglieder, die einen Platz auf der Kreistagsliste bekommen, waren nach vorheriger Entscheidung der Mitglieder wahlberechtigt – konnte Wallner 100 Prozent der Stimmen gewinnen. Nach der Nominierung als Landratskandidat bedankte sich Wallner für das überwältigende Vertrauen und spekulierte über die Chancen bei der kommenden Wahl: »Mein Ziel von sieben Kreisräten ist angesichts der Wahlerfolge der Bayernpartei bei den Landtags- und Bezirkstagswahlen sehr realistisch. Das Diagramm zeigt eine steil nach oben kletternde Kurve, wenn man die Ergebnisse der Bayernpartei bei der Bundestagswahl sowie bei der Landtags- und Bezirkstagswahl grafisch erfasst.« Außerdem könnten sich bei dieser Persönlichkeitswahl viele sehr bekannte und zugkräftige Kandidaten zur Wahl stellen. Wallner: »Und auch ich als Landratskandidat der Bayernpartei werde alles daran setzen, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren.«

Er unterstrich: »Ich traue mir das zugegebenermaßen schwierige und äußerst vielseitige Amt des Landrats zu. Durch meine Kreisratstätigkeit habe ich bereits gründlichen Einblick bei den kreiseigenen Kliniken, Schulen und Altenheimen. Aus meinen bisherigen beruflichen Tätigkeiten heraus bin ich erfahren im Wasserrecht, Baurecht, in der Bodensanierung und in vielen anderen Bereichen. Besonders wichtig aber sind in diesem Amt unternehmerisches Denken und ein soziales Gespür für die Schwächeren in unserer Gesellschaft. Das sind meine Kernanliegen.«

Kreisvorsitzender Alfons Baumgartner dankte Heinz Wallner für die Bereitschaft, die Ziele der Bayernpartei weiterhin so engagiert zu vertreten. Mit großer Freude hieß Baumgartner vier bei der Kreisversammlung neu eingetretene Mitglieder willkommen, darunter drei junge Tittmoninger, die erstmalig auf der Kreistagsliste der Bayernpartei kandidieren werden und die zusammen mit weiteren neuen Mitgliedern in Tittmoning den künftigen »Ortsverband Salzachtal« gründen wollen.

Der Kreisvorsitzende stellte die politischen Hauptziele der Bayernpartei heraus, insbesondere die Eigenständigkeit Bayerns innerhalb der EU – mit direktem Mitspracherecht des Freistaats. Aktuell zeige sich am Beispiel Schottlands, dass dort in Sachen Eigenständigkeit bereits »ernsthafte Lösungsvorschläge« auf dem Tisch liegen würden. Auch die Bayernpartei habe hierzu »längst ein politisch tragfähiges und umsetzbares Konzept«. kd

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