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Bayernpartei: Kultur erhalten

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Alfons Baumgartner

Heimat: Ein besonderes Herzensanliegen ist es mir, dazu beizutragen, die noch vorhandene, einzigartige Kultur, Natur und Lebensqualität unseres Chiemgaus zu erhalten. Der übergroße Landverbrauch in Bayern von täglich 20 Hektar betrifft auch den Chiemgau.


Das heuer fortgeschriebene Landesentwicklungsprogramm Bayern erleichtert flächenfressende Projekte auf der grünen Wiese zum Nachteil von attraktiven, lebendigen Ortskernen, von Kleingewerbe und Handwerk. Der Landkreis wollte in seiner Stellungnahme noch weitere Deregulierungen, auch beim Alpenplan. Im Kreisausschuss habe ich deshalb dagegen gestimmt.

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Landwirtschaft: Der Bayernpartei ist es im Kreistag gelungen, über einen interfraktionellen Antrag einen einstimmigen, wirkungsvollen Beschluss für ein agrogentechnikfreies Bayern herbeizuführen. Die CSU war erst nach den Verlusten bei der letzten Landtagswahl bereit, diesen Antrag mitzutragen.

Die CSU wurde auch deshalb weniger gewählt, weil die Bauern mit der Agrogentechnik nicht von Konzernen abhängig werden wollten und die Kirchen in den Patenten auf Saatgut, Pflanzen und Tiere einen Eingriff in die Schöpfungsordnung sahen. Heute rühmen sich die Aigner und der Seehofer scheinheilig mit dem agrogentechnikfreien Bayern, wie zuletzt bei der Almbegehung.

Lebensgrundlagen: Wir müssen ein Bewusstsein bilden, dass der Raubbau an unserem Planeten, in Regenwäldern, Meeren und bei Bodenschätzen nicht so weitergehen kann und darf. Immer noch werden die Lebensräume der Ureinwohner unserer Erde, der indigenen Völker, zerstört.

Demokratie: Sollte es der CSU gelingen, bei der Landtagswahl die alleinige Mehrheit zu erreichen, wird es für alle anderen Parteien schwer, Einfluss auf die Politik zu nehmen – auch auf kommunaler Ebene. Die Übermacht einer Partei schadet der Demokratie.

Mir ist es unverständlich, warum die Milliardenverluste bei der von der CSU kontrollierten Bayerischen Landesbank, der Fehlkauf der Hypo-Alpe-Adria, die maßlosen Bereicherungen von Landtagsabgeordneten auf Kosten der Steuerzahler usw. laut Umfragen kaum Einfluss auf das Wahlverhalten haben.