weather-image
24°

Bayernpark in Eisenärzt verkauft

2.0
2.0
Bildtext einblenden
Der Bayernpark in Eisenärzt wurde verkauft und soll nun in mehrere Einzelgrundstücke aufgeteilt werden. Auf unserem Bild ist das Hauptgebäude zu sehen, in dem die Rezeption und der Speisesaal untergebracht waren. (Foto: Wegscheider)

Siegsdorf. Der Bayernpark in Eisenärzt wurde verkauft: Das 8000 Quadratmeter große Areal mit 120 Ferienhäuser gehörte einer holländischen Investorengruppe. Diese verkaufte den Bayernpark nun an die Max Aicher GmbH & Co. KG aus Freilassing. Zum Kaufpreis wollte Angela Aicher, die Sprecherin der Unternehmensgruppe, keine Angaben machen. Fest steht aber, dass auf dem Grundstück Wohnhäuser entstehen sollen. Die Ferienhäuser werden abgerissen.


Nachdem klar war, dass der neue Besitzer eine Wohnbebauung mit Einzelhäusern schaffen will, nahm die Gemeinde Siegsdorf Kontakt mit der Regierung von Oberbayern auf und diese signalisierte, dass die Umwandlung des »Sondergebietes« in ein »allgemeines Wohngebiet« durchaus möglich sei, weil das Anbindegebot nicht verletzt werde. Zudem sollten alle Flächen um den Bayernpark im Flächennutzungsplan aufgenommen und die Nutzung entsprechend definiert werden. Die verschiedenen Grundstücke werden dahingehend als Erweiterungsfläche, Grünfläche und als allgemeines Wohngebiet im Flächennutzungsplan festgelegt. Jedoch wird vorab ein städtebaulicher Vertrag mit dem neuen Eigentümer abgeschlossen, in dem die Kostenfrage und die Festlegung der Grundstücke für Einheimische geklärt werden sollen.

Anzeige

Bürgermeister Thomas Kamm informierte den Gemeinderat außerdem über eine geplante Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bischofshofen im Pongau im Rahmen eines Interreg-Projektes. Der Leiter des Naturkundemuseums Dr. Robert Darga möchte eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Geozentren Siegsdorf und Bischofshofen auf die Beine stellen, weil sehr viele Natur- und kulturhistorische Zusammenhänge zwischen beiden Orten bestehen. Bei einer Interreg-Kooperation mit dem Land Salzburg gibt es entsprechende Fördermöglichkeiten über Bundes- und Landesmittel. In Bischofshofen müsste das Besucherzentrum erst gebaut werden, wogegen in Siegsdorf nur zwei Umbaumaßnahmen anstehen. Betroffen sind hier die Kühlung im Erdgeschoß und die Umstellung der Museumsbeleuchtung auf LED. Beide Maßnahmen könnten bis zu 50 Prozent gefördert werden, wodurch sich eine Ersparnis bei der Kühlung von 10 700 Euro ergibt und bei der Beleuchtung bis zu 28 500 Euro. Der Gemeinderat befürwortete grundsätzlich einen solchen Zusammenschluss und bis zur nächsten Sitzung werden dann noch entsprechende Detailinformationen ausgearbeitet, die einen Beschluss ermöglichen.

Gegen Ende der Sitzung wollte Franz Krammer (CSU) noch wissen, warum im Bereich von Alzing sehr viele Geländeaufgrabungen durchgeführt wurden. Bürgermeister Kamm erläuterte, dass die Siegsdorfer Petrusquellen ein Institut beauftragt haben, um weitere Erkenntnisse zu erhalten, wie die genauen Wasserströme im Zulauf zur Quelle laufen.

Matthias Landler (CSU) stellte die Frage, ob es richtig sei, dass der Zebrastreifen am Buchenwald entfernt wird. Thomas Kamm erklärte die Sachlage so, dass der Zebrastreifen außerhalb der geschlossenen Ortschaft liegt und darüber hinaus noch in einer Kurve. Deshalb habe die Polizei empfohlen, den Zebrastreifen zu entfernen. hw/KR