weather-image
30°

»Bayern ist das sicherste Bundesland«

1.5
1.5
Bildtext einblenden
Freuten sich über eine gelungene Veranstaltung in Adelholzen: die beiden stellvertretenden Vorsitzenden des Gewerbeverbands Traunstein, Dr. Florian Binder (links), und Robert Aigner (Zweiter von rechts) mit den »Hausherren« Schwester Theodolinde und Franz Demmelmair (rechts) sowie Festredner Hubertus Andrä (Mitte). (Foto: Krammer)

Siegsdorf – Zum Jahresempfang der regionalen Wirtschaft, der zum 15. Mal in den Räumen der Adelholzener Alpenquellen abgehalten wurde, hatte der Gewerbeverband Traunstein einen besonderen Festredner geladen: Hubertus Andrä, Polizeipräsident der Stadt München und ehemaliger Direktionsleiter in Traunstein, gab unter dem Thema »Sicherheit in Bayern – Herausforderungen für die Bayerische Polizei« einen spannenden Einblick in die Arbeit der Sicherheitskräfte.


»Der Jahresempfang der regionalen Wirtschaft ist ein Ort der Gespräche und der Begegnung aller, die ein gemeinsames Interesse am Wohl der heimischen Wirtschaft haben«, eröffnete IHK-Vorsitzender Werner Linhardt die Veranstaltung. Er dankte den Adelholzener Alpenquellen mit den Geschäftsführern Stefan Hoechter und Franz Demmelmair wie auch den Schwestern Theodolinde und Theodora für die herzliche Aufnahme.

Anzeige

Franz Demmelmair erinnerte daran, dass der Gewerbeverband Traunstein und Umgebung heuer auf sein 150-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Danach stellte er die neuesten Innovationen seines Brunnenbetriebs vor.

»Der Jahresempfang ist eine wichtige Station, um Wirtschaft und Politik zusammenzubringen«, sagte Landrat Siegfried Walch. Energiekooperationen und Standortmarketing sollten künftig dazu beitragen, dass die Region als Wirtschafts- und Bildungsstandort wahrgenommen werde. Dazu gehöre aber auch die weitere Entwicklung des Landratsamts zum »verlässlichen und kalkulierbaren Dienstleister« für die Partner aus der Wirtschaft. »Sicherheit in Bayern« betrifft uns alle, stellte Walch mit Blick auf die Flüchtlingssituation und die neue Variante der »Virtuellen Kriminalität« fest und nutzte die Gelegenheit, allen Polizeikräften für ihre wertvolle Arbeit zu danken.

»Der Täter kehrt zum Tatort zurück«

»Der Täter kehrt zum Tatort zurück« – mit diesen Worten begann der ehemalige Traunsteiner Direktionsleiter und heutige Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä seinen spannenden und informativen Einblick in die Arbeit der Münchner Polizei. »Bayern ist das sicherste Bundesland in Deutschland und wir wollen mit unserer Arbeit, mit Prävention und Präsenz, dafür sorgen, dass sich das nicht ändert«, betonte Andrä. Er sieht die Gründe dafür in der hervorragend funktionierenden Zusammenarbeit von Behörden und Politik, durch gemeinsames konsequentes Vorgehen im Bedarfsfall und der guten personellen und materiellen Ausstattung der Polizei. Aber auch der hohe Stellenwert der ehrenamtlichen Tätigkeit und die soziale Verantwortung vieler Bürger würden einen unverzichtbaren Anteil zur niedrigen Kriminalitätsquote in Bayern beitragen, betonte Hubertus Andrä.

Spannend war auch sein Rückblick auf die logistischen Herausforderungen der großen Flüchtlingswelle und den Aufwand nach der Terrorwarnung an Silvester in München mit der kurzfristigen Sperrung des Hauptbahnhofs. Er brach eine Lanze für die Flüchtlinge, »die Menschen sind wie wir«, und verurteilte den laschen Umgang mit den wöchentlichen rechtsgerichteten Demonstrationen in manchen Teilen Deutschlands. Außerdem ging er auch auf eine neue Art der Kriminalität, »Cybercrime«, ein. Er gab hier einige wichtige Ratschläge an die Unternehmer weiter. Kernaufgabe der Polizei sei, »das Sicherheitsgefühl der Menschen zu verbessern, denn keine Freiheit ohne Sicherheit!«

Mit dem Schlusswunsch an die Politik, sich künftig mit den wirklichen Problemen zu beschäftigen und bürokratische Hindernisse abzubauen, beschloss Andrä seinen fesselnden Vortag. In Vertretung des erkrankten Vorsitzenden Thomas Eberl, überreichten seine Stellvertreter Dr. Florian Binder und Robert Aigner einen »Chiemgauer Warenkorb und einen Blumenstrauß an Hubertus Andrä und seine Frau.

Schwester Theodolinde Mehltretter, der Generaloberin des Ordens der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul, blieb traditionell das Schlusswort vorbehalten. »In einem sich atemberaubend schnell verändernden Europa ist es wichtig, mit Gottes Hilfe die kleine Welt um uns herum lebenswert und menschlich zu gestalten.« Ihren besten Wünschen für ein gutes Jahr 2016 schloss sie mit einem Wort von Papst Franziskus: »Schaut voller Dankbarkeit auf die Vergangenheit, lebt leidenschaftlich die Gegenwart und ergreift voller Hoffnung die Zukunft«!

Dann konnten die Gäste bei angenehmer Begleitmusik von »Back in town«, einer Formation um Pit Fischer, die Gelegenheit nutzen, mit den anwesenden Ehrengästen aus Politik, Bildung und Wirtschaft zu sprechen und untereinander ihre Vorstellungen zur zukünftigen Entwicklung der regionalen Wirtschaft austauschen. FK