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»Baustopp, weil der Lärmschutz am Bauklo fehlt?«

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Erzengel Michael (Helmut Mair, von links), Boandlkramer (Martin Bartlweber) und Petrus (Hans Huber) diskutieren an der Himmelspforte.

Seeon-Seebruck – Nach zwei Jahren Abstinenz hieß es im Gasthaus zum Alten Wirt in Seeon endlich wieder »Zu dritt verboten«, als »der Maia, da Huba und da Andere« alias Helmut Mair, Hans Huber und Martin Bartlweber das achte Seeoner Starkbierfest veranstalteten.


Beide Veranstaltungen waren in kürzester Zeit ausverkauft. Im Vorfeld spielte am ersten Termin die Seeoner Jugendblaskapelle, am zweiten die Blasmusikgruppe »die Ohrwaschlschinda« zünftig auf. Neben dem süffigen Chorherrenbock der Baumburger Brauerei gab es bayerische Schmankerln vom Alten Wirt.

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Den Anfang gestalteten Akteure der Heimatbühne Seeon. In einem Sketch doubelten sie Pfarrmesner Matthias Lincke (Konrad Daxenberger) sowie Pfarrer Hans Huber (Martin Huber) und Diakon Georg Oberloher (Josef Mair) während eines Gottesdienstes. Hocherfreut über die große Zahl der Kirchenbesucher hatte man das Starkbierfest in die Kirche verlegt. Ob der Tabernakel für dieses Wunder zuständig sei oder doch der Tapper- Nickl? Besonders Konrad Daxenberger als Mesner hatte die Lacher auf seiner Seite.

Mit dem Lied: »Seid's alle da«, begleitet von Fritz Linner an der Ziach, eröffneten »die Drei« den ersten Teil des Abends. In einer Szene im Biergarten stellten sie nach, wie schwierig es doch ist, neues Material für das Starkbierfest zu finden. So wurden auf humorvolle Weise kleine und größere Verfehlungen der Bürger zusammengetragen.

Nach einer kurzen Pause folgte der Höhepunkt des Abends – eine Szene an der Himmelspforte. Der Boandlkramer (Martin Bartlweber) erzählte von den Zuständen im Sündenpfuhl Seeon. Da wird unter anderem ein Millionenbauprojekt zum Erliegen gebracht, für das 99 Prozent der Bürger sind. »Was kommt als nächstes? Baustopp, weil das Bauklo keine Lärmschutzdämmung hat?« Schließlich betraten Erzengel Michael (Helmut Mair) und Petrus (Hans Huber) die Bühne. Humorvoll und hintergründig wurde nun das Dorfleben anhand eines gefundenen Buches durchforstet.

Zu guter Letzt aber wurden »die Drei« von Mitgliedern der Heimatbühne Seeon selbst dableckt. Hermann Oberloher, Josef Mair, Edith Urbauer, Martin Huber. Konrad Daxenberger und Fritz Linner besangen auf lustige Weise deren Verfehlungen. Mit Klängen der Blasmusik endete der rundum gelungene Abend. fb