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Bauprojekte strecken

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Grabenstätt. In einem »relativ engen zeitlichen Rahmen« bewegt sich der Jahresprogrammantrag 2014 für die »Städtebauförderung – Ortskernsanierung Grabenstätt«, den der Grabenstätter Gemeinderat vor knapp vier Wochen beschlossen hat. Deshalb schlug Bürgermeister Georg Schützinger in der jüngsten Sitzung vor, einen Alternativ-Jahresantrag bei der Regierung von Oberbayern einzureichen. Die Räte stimmten dem zu.


Demnach wird nun die Baumaßnahme »Entermühlstraße«, die voraussichtlich mit insgesamt 350 000 Euro förderfähig ist, in zwei Bauabschnitte unterteilt. Für das Programmjahr 2014 sind 200 000 Euro vorgesehen und für das Jahr 2015 150 000 Euro. »Wenn wir das strecken, hätten wir ein bisschen mehr Zeit und könnten das haushaltsmäßig besser abfedern«, warb Schützinger für den Beschlussvorschlag. Sowohl vonseiten der Planer als auch vonseiten der beteiligten Fachstellen werde befürwortet, den Zeitrahmen zu erweitern. Die voraussichtlich mit 200 000 Euro förderfähige Baumaßnahme »Austraße und Mühlbach« ist im Fortschreibungsjahr 2016 und die voraussichtlich mit 150 000 Euro förderfähige Baumaßnahme »Schlossstraße Nord« im Fortschreibungsjahr 2017 vorgesehen.

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Auf die Ortskernsanierung in Erlstätt, die 2015 anlaufen soll, sollten diese zeitlichen Verschiebungen keine Auswirkungen haben, stellte Schützinger klar. Die hier erhoffte förderfähige Summe in Höhe von 800 000 Euro dürfte sich mit jeweils 200 000 Euro auf die Jahre 2015 bis 2018 verteilen. Insgesamt geht man bei den über die staatliche Städtebauförderung bis 2018 abzuwickelnden Ortskernsanierungen in Grabenstätt und Erlstätt von einer förderfähigen Summe von 1,5 Millionen Euro aus.

Bei der 2014 anlaufenden Maßnahme »Entermühlstraße« seien noch Grundstücksfragen zu klären, weshalb man wohl Anfang Januar eine Anliegerversammlung einberufe, beantworte Schützinger eine Anfrage von Gemeinderat Rudi Aigner (CSU). Gemeinderat Anton Mayrhofer (Freie Wähler Grabenstätt/FWG) hätte es lieber gesehen, dass die Entermühlstraße, wie ursprünglich geplant, zügig in einem Bauabschnitt saniert werde. Auf die Frage von Gemeinderat Andreas Danzer (FWG), ob die Gemeinde im Kreuzungsbereich Schlossstraße/Entermühlstraße Grundstücke kaufen könne, antwortete Schützinger: »Wir wären schon froh, wenn wir einen kleinen Teil bekommen würden«. Dass die Schlossstraße bis 2017 hinausgeschoben werde, »gefällt mir nicht«, kritisierte 2. Bürgermeister Robert Muggenhamer (Bürgergruppe Erlstätt). Bisher habe es immer geheißen, Erlstätt komme erst dran, wenn die Baumaßnahmen in Grabenstätt abgeschlossen seien, wunderte sich Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe Erlstätt) über die Überschneidungen. »Positiv« bewertete es Roman Metzner (CSU), dass man noch mehr Geld für die Ortskernsanierung investiere.

Im Rahmen des Staatlichen Städtebauförderprogramms werden in der Gemeinde seit 1996 Ortskernsanierungsmaßnahmen durchgeführt. Zuletzt wurde die vor drei Wochen begonnene Verbindung zwischen Schlossstraße und Marktplatz fertiggestellt. mmü