weather-image
22°

Baulücken und Wohnraum ermittelt

0.0
0.0

Schleching. Um das Leben in der Dorfmitte und damit die Identität der Dörfer zu bewahren und Flächen zu sparen, lautet der Grundsatz »Innenentwicklung vor Außenentwicklung«. Dieses Ziel soll die Flächenmanagement-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Umwelt unterstützen. Bereits im Juni hatte der Gemeinderat die Kosten für den Einsatz der Flächenmanagement-Datenbank genehmigt.


In der letzten Sitzung stellte Claudia Schwarz vom Münchner Planungsbüro ifuplan anhand der Datenbank die Möglichkeiten der Innenentwicklung in der Gemeinde vor.

Anzeige

Nach der »Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie 2013« soll der Flächenverbrauch deutlich reduziert und langfristig soll eine »Flächenkreislaufwirtschaft« ohne weiteren Flächenverbrauch angestrebt werden. Die Gemeinde hat in den vergangenen Wochen eine Bestandsaufnahme der innerörtlichen Gebäude- und anderen Flächen vorgenommen. Dabei wurden Baulücken, Leerstände, Gewerbebrachen, nicht ausreichend genutzte Gebäude- und alte Hofstellen erfasst und bilanziert, um eine Planungsgrundlage für die weitere Gemeindeentwicklung zu bekommen.

Es zeigte sich, dass Schleching über ausreichende Flächen- und Gebäudepotenziale verfügt, um den zu erwartenden Wohnflächenbedarf der nächsten Jahrzehnte zu decken. Im Innenbereich sind zum Beispiel 50 Baulücken mit einer Gesamtfläche von etwa 5,6 Hektar vorhanden.

Bevölkerungsrückgang wird erwartet

Erwartet wird, dass die Gemeinde gegenüber 2009 einen Bevölkerungsrückgang von über fünf Prozent bis zum Jahr 2021 haben werde. Um zu verhindern, dass dieser Bevölkerungsrückgang zu einem Angebotsüberhang an Wohnraum, vermehrten Leerständen und einen Verlust von Immobilienwerten führt, soll künftiger Wohnraum- und Baulandbedarf, den es dennoch weiterhin geben wird, vorrangig innerorts gedeckt werden. Gelingt es, diese Möglichkeiten zu nutzen und Erweiterungen im Außenbereich weitgehend zu vermeiden, sei dies auch im Sinne eines lebenswerten und attraktiven Ortskernes.

Nachdem der räumliche Abstand zu Berchtesgaden und Salzburg zu groß sei und die Gemeinde bereits Mitglied im Verein Euregio Inntal-Chiemsee-Kaisergebirge-Mangfalltal« ist, lehnte das Gremium einstimmig einen Beitritt zum Verein Euregio Salzburg-Berchtesgadener Land-Traunstein ab.

Die Planung für den Rathausausbau im Erdgeschoß mit Behindertem-WC wurde bereits in einer früheren Sitzung beschlossen. Die Umsetzung des gesamten Ausbaus muss jedoch aus finanziellen Gründen vertagt werden. Als erster Schritt ist die Verlegung des Fahnenraumes auf die andere Seite im Erdgeschoß vorgesehen. Der frei werdende Bereich des Fahnenraums soll erweitert und als Übergangslösung zum Büro umgerüstet werden. Das Büro ist für die neue Kraft im Rahmen der Förderung »Neues Seniorenwohnen« des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vorgesehen. Die Kosten für die Verlegung des Fahnenraumes trägt die Gemeinde.

Zum Abschluss des öffentlichen Teils der Sitzung gratulierte Bürgermeister Loferer den »Danzlkrainern« zum Gewinn des BR-Wettbewerbs mit dem musikalischen Auftritt auf der »Oidn Wiesn«. Die Musikanten hätten die Gemeinde hervorragend repräsentiert. bre