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Bauhof-Team bringt Freibad auf Hochglanz

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Um festzustellen, wie der Zustand des Fundaments ist, führten Bauhofmitarbeiter am Nichtschwimmerbecken des Traunreuter Freibades Kernbohrungen durch. Seit einigen Jahren treten in dem gefliesten Becken vermehrt Risse auf, die notdürftig abgedichtet werden. Nach der Badesaison steht darum eine Generalsanierung des Beckens an. (Foto: Rasch)

Traunreut. Im Franz-Haberlander-Schwimmbad in Traunreut laufen derzeit die Vorbereitungsarbeiten für die Freiluftsaison. Das Schwimmerbecken wird bereits aufgeheizt, und der Bauhof-Trupp führte am Nichtschwimmerbecken Kernbohrungen durch um festzustellen, wie der Zustand des Fundaments ist. Schadhafte Stellen gehören – wie in den vergangenen Jahren – erneut ausgebessert.


Die jüngste Sanierung des Freizeitbeckens liegt rund 30 Jahre zurück. In den vergangenen Jahren löste sich in dem gefliesten Becken vermehrt der Belag ab und Risse traten auf. Die schadhaften Stellen, an denen Unmengen von Wasser im Boden versickerten, mussten immer wieder notdürftig abgedichtet werden. Darum sprach sich der Stadtrat kürzlich dafür aus, das Becken nach der diesjährigen Saison generalsanieren zu lassen und es mit Edelstahl auszukleiden. Die Bauarbeiten sollen Mitte September beginnen und bis zum Start der Freiluftsaison 2015 fertig sein.

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Bei Untersuchungen hatte sich auch herausgestellt, dass die Wassertiefe des Beckens, die sich maximal bei 1,13 Meter bewegt, nicht der Regel entspricht. Deshalb ist geplant, den Beckenkopf – ebenfalls in Edelstahl – um 45 Zentimeter auf 1,32 Meter zu erhöhen. Dadurch sind auch neue Einstiege nötig. Im vorliegenden Entwurf eines Münchner Architektenbüros sind drei Treppen eingezeichnet. Die veranschlagten Gesamtkosten von rund 1,4 Millionen Euro beinhalten auch die Badewassertechnik, die deren Erneuerung aufgrund einer guten Wartung nur in Teilbereichen nötig ist. Geplant ist außerdem, den Wasserfall und die Wasserkanone auf der Steininsel durch neue Attraktionen zu ersetzen.

Nach Ansicht der Bauhof-Mitarbeiter, die derzeit das Gelände und das Badehaus auf Vordermann bringen, befinden sich auch die sogenannten Durchschreitebecken in einem sehr schlechten Zustand und sollten ebenfalls saniert werden. Auch hier sind bis zum Saisonstart am Samstag noch Ausbesserungsarbeiten nötig. Ebenfalls in die Jahre gekommen sind das Badegebäude mit den Umkleidekabinen und den sanitären Anlagen sowie der Kiosk. Das 48 Jahre alte Gebäude müsste nach der Sanierung des Freizeitbeckens als nächstes angepackt werden, sagte Schwimmmeister Alois Kohl, der mit seinen Kollegen und den Bauhof-Mitarbeitern seit Mitte März damit beschäftigt ist, das Bad herzurichten. »Bis alles picobello fertig ist, sind wir gut acht Wochen beschäftigt.« Bis vergangenen Sonntag galt es parallel dazu auch noch den Betrieb im städtischen Hallenbad am Laufen zu halten. Seit dem gestrigen Montag ist die Hallenbadsaison aber zu Ende.

Nach Angaben von Kohl war das Hallenbad in der gerade zu Ende gegangenen Saison sehr gut ausgelastet. Vermehrt hätten dort Schnellschwimmer und Triathleten ihr Training absolviert. Viele Besucher erhoffen sich Kohl und sein Team auch im Freibad, das über eine 80 Meter lange Wasserrutsche verfügt. Bis zu 2800 Besucher kamen in der vergangenen Saison in das fast 50 Jahre alte Bad.

Besucher des Freibades können sich bereits vor dem offiziellen Saisonstart eine Saison- oder Punktekarte besorgen, und zwar von heutigen Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 12 Uhr an der Badkasse. ga