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Baugrube für Turnhallenerweiterung ausgehoben

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Fleißig gearbeitet wird derzeit in Teisendorf. Die Gemeinde investiert fünf Millionen Euro in eine neue Turnhalle. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – In vollem Gang sind die Arbeiten für die Generalsanierung und Erweiterung der Schulturnhalle Teisendorf, eine gut fünf Millionen Euro teure Investition der Marktgemeinde für den Sportunterricht der Franz-von-Agliardis-Schule, die auch den Vereinen zugute kommt. Das Thema wurde nun auch im Gemeinderat behandelt.


SPD-Rat Hans Rauscher erkundigte sich, ob er die Turnhalle einmal besichtigen könne. Angesichts des optisch »verheerenden Zustands« mutmaßte er, man hätte die Halle gleich ganz wegreißen können. Dem widersprach Bürgermeister Thomas Gasser. Natürlich schaue das Areal derzeit »vogelwild« aus, aber Erhebungen hätten gezeigt, dass eine Sanierung trotzdem kostengünstiger ist. Den aktuellen Zustand auf der Baustelle müsse man eben in Kauf nehmen.

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Gemeinderäte werden Baustelle besichtigen

Erfreut zeigte sich Rauscher, dass zu Beginn der nächsten Bauausschuss-Sitzung am Mittwoch um 17 Uhr eine Besichtigung der Baustelle zusammen mit dem Architekten geplant ist. Diese sei natürlich für alle Gemeinderäte offen, betonte der Rathauschef. Danach befasst sich der Ausschuss mit der Gestaltung der Außenanlagen rund um die Turnhalle und gibt die Planung dafür in Auftrag.

Im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt sagte Architekt Bernhard Putzhammer, dass die Sportgeräte durch den gemeindlichen Bauhof und die Vereine ausgebaut wurden und in den Ersatzturnhallen weiter verwendet werden. Der TSV Teisendorf weicht während der Bauphase in die Waginger Turnhalle aus; Abteilungen mit weniger Platzbedarf wie Judo und Tischtennis kommen in der alten Schule in Mehring unter. Die Schüler werden für den Sportunterricht innerhalb des Gemeindegebiets auf die Standorte Oberteisendorf, Mehring, Neukirchen und Weildorf aufgeteilt. Für die dafür nötigen Busfahrten, die die Gemeinde finanzieren muss – die Kosten dafür sind laut Bauamtsleiter Theo Steinbacher noch nicht beziffert – ist eine ausgeklügelte Logistik erforderlich.

Sukzessive läuft seit 17. Mai die Entkernung. »Die Wertstoffe werden laufend analysiert, und es wurden bisher keine Schadstoffe gefunden«, erläuterte der Architekt. Ein spektakulärer Akt war der Abbruch der gesamten Fassade an der Ostseite, sodass die Halle nun nach Osten offen ist, da sie hier ja um zwölf Meter verlängert wird. Derzeit werden auch etwa 2500 Kubikmeter für die Baugrube ausgehoben. Zeitgleich wird im Keller, im künftigen Mehrzweckraum für die Judo-Abteilung, die Beton-Rippendecke mit Wasserdruck abgestrahlt und gereinigt, damit etwaige Schäden sichtbar werden.

In den nächsten Wochen sollen dann etwa 300 Meter Kanal-Grundleitungen, eine etwa 500 Quadratmeter große Stahlbeton-Bodenplatte und circa 900 Quadratmeter Stahlbeton-Außenwände erstellt werden. vm