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Baugrenzen zugunsten von Anbauten erweitert

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Traunreut. Nach dem Willen des Bauausschusses sollen die Baugrenzen bei sechs Anwesen an der Hochgernstraße in Traunreut zugunsten von Anbauten erweitert werden. Der damit verbundenen Änderung des Bebauungsplanes »Traunsteiner Wald« stimmte der Bauausschuss einhellig zu. Durch die Änderung sind auf den betreffenden Grundstücken künftig Anbauten bis zu einer Tiefe von maximal 3,80 Meter und einer Wandhöhe von maximal drei Meter zulässig.


Nicht stattgegeben wurde einem, im Zusammenhang mit der Planänderung eingereichten, Einspruch einer Eigentümergemeinschaft an der Hochgernstraße. Die Grundstücksbesitzer befürchten durch den Bau eines auf dem unmittelbaren Nachbargrundstück geplanten Wintergartens eine »deutliche Reduzierung des Lichteinfalls und eine Erhöhung des Schattenwurfes, insbesondere in den Jahreszeiten mit niedrigem Sonnenstand«, wie es in der Stellungnahme heißt. Sie gehen sogar von einer erheblichen Wertminderung ihres Grundstückes aus. Die Bauwerber wiederum sind der Ansicht, dass eine Wertminderung »nicht zutreffend« sei. Ihrer Ansicht nach sei durch den ähnlich wie die vorhandene Trennwand schräg nach unten verlaufenden Wintergarten eine wesentliche Beeinträchtigung der Sonnenstrahlen mit Sicherheit nicht gegeben. Die Vertreter des Bauausschusses, die sich von der Situation selbst ein Bild gemacht hatten, sahen das genauso. »Die Argumente der Eigentümergemeinschaft sind nicht stichhaltig«, sagte Georg Grafetstetter. Das Bauvorhaben sei absolut zumutbar und deshalb könne man auch guten Gewissens der Bebauungsplanänderung zustimmen.

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Zurückgestellt wurde die Bebauungsplanänderung zugunsten eines Wohn- und Geschäftshauses an der Munastraße in Traunreut. Da sich das betroffene Grundstück im Sanierungsgebiet »Stadtkern« befindet, in dem es auch Überlegungen für den Bereich zwischen der Kant- und Munastraße gibt, sollte nach Auffassung des Bauausschusses zunächst der Abschlussbericht des sogenannten Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) abgewartet werden, der in den nächsten Tagen im Stadtrat vorgestellt wird. Sollte sich das Vorhaben mit den Zielen des ISEK vereinbaren lassen, könnte nach Auffassung der Stadtverwaltung dem Antrag zugestimmt werden. Die Grundstücksbesitzerin möchte den bestehenden Markt (Fressnapf) in Richtung Munastraße erweitern und anstelle der jetzigen Garagen ein dreigeschoßiges Wohn- und Geschäftshaus errichten. Durch dieses Bauvorhaben wolle sie auch einen Beitrag dazu leisten, das städtebauliche Umfeld des k1 weiter aufzuwerten, schreibt die Antragstellerin.

Ohne längere Diskussion abgesegnet wurde der Antrag der Firma Rinke Baustoffe-Tiefbau KG, den Flächennutzungsplan zugunsten einer Gewerbefläche zu ändern. ga

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