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Baugenehmigung für Obing

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Obing – Für die Ortsumfahrung von Obing hat die Regierung von Oberbayern am gestrigen Dienstag im Rathaus den Planfeststellungsbeschluss, also die »Baugenehmigung«, übergeben. Die Maßnahme ist damit rechtswirksam, wenn nicht innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe bzw. vor Ablauf der Auslegungsfrist schriftlich Klage erhoben wird. Der Beschluss liegt ab heute bis 31. Mai im Rathaus von Obing aus. Träger des Vorhabens ist das Staatliche Bauamt Traunstein. Für die Maßnahme sind 13 Millionen Euro veranschlagt.


Wie Sebald König, Leiter des Staatlichen Bauamts, mitteilte, biete die 4,7 Kilometer lange Ortsumgehung der Gemeinde Obing »beste Chancen für die künftige Entwicklung«. Sie soll eine Verkehrsentlastung von bis zu 75 Prozent bringen. Bislang befahren die rund 1,3 Kilometer lange Ortsdurchfahrt pro Tag durchschnittlich bis zu 7910 Fahrzeugen (werktags), davon bis zu 1250 Lastwagen. Zusätzlich belastet den Ort, dass viele Verkehrsteilnehmer die Seeoner Straße (ehemalige Staatsstraße 2094) als Schleichweg Richtung Chiemsee befahren.

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Verglichen mit anderen Planungen für eine Bundesstraßenumgehung könne die Ortsumgehung Obing als »Turboplanung« bezeichnet werden, so König weiter. Sie habe mehrere optimale Voraussetzungen: Die verkehrlichen Probleme von Obing könnten auf eigenem Gemeindegebiet ohne Tunnel und Großbrücken realisiert werden. Die Trasse greife auch in keine kartierten Biotope, Naturschutz- oder FFH-Gebiete ein. Zudem habe es für die Planung eine mehrheitliche Unterstützung durch die Bürger und die Gemeinde gegeben. Das geplante Bauvorhaben beansprucht dauerhaft etwa 14,4 Hektar Grund. Zusätzlich sind rund 5 Hektar für naturschutzfachliche Kompensationsmaßnahmen vorgesehen. Um für die betroffenen Grundeigentümer Tauschflächen zur Verfügung zu haben, wurden bereits 8,3 Hektar Grund aufgekauft. fb