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Baugebiet am Mühlenweg: Hier sollen bald Wohnhäuser stehen

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Auf dem Baugebiet am Mühlenweg könnten nach den Vorstellungen der Gemeinde bereits heuer neue Wohnhäuser errichtet werden. Dieser Plan ist Teil des Familienansiedlungsmodells, das Neubürger nach Reit im Winkl locken soll. Um die entsprechende Bauplanung voranzubringen, hat der Gemeinderat im Haushalt für 2014 jetzt beschlossen, 253 000 Euro für die Erschließung der geplanten elf Parzellen bereitzustellen. (Foto: Ostermaier)

Reit im Winkl. Knapp 10,5 Millionen Euro beträgt der Gesamthaushalt der Gemeinde Reit im Winkl für das laufende Jahr. Eine entsprechende Finanzplanung hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig verabschiedet. Im Vergleich zum Vorjahr geht damit der Etat um rund 645 000 Euro zurück.


Nach erheblichen Ausgaben in den vergangenen Jahren insbesondere in der Trinkwasserversorgung aber auch im Bereich des Abwassersystems sinke nun das Haushaltsvolumen wieder auf »ein normales Maß«, wurde in der Sitzung erläutert. Neuerlich gesenkt wurde in diesem Zusammenhang der Fremdenverkehrsbeitrag; die Gemeinde möchte hier Einsparungen bei Kreditzinsen an die Unternehmen am Ort weitergeben. »Die Betriebsinhaber wurden in den letzten Jahren doch erheblich belastet und sollen nun ein Stück von der positiven Entwicklung profitieren«, sagte der Vorsitzende des Finanzausschusses, Wolfgang Hechtl (Freie Wähler).

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Herausragend sind bei den Investitionen in diesem Jahr die veranschlagten Kosten für ein neues Hilfe-Lösch-Fahrzeug der Feuerwehr (314 000 Euro) und der Beitrag für die Erschließung einer neuen Siedlung am Mühlenweg (253 000 Euro).

Zunächst wurde von Bürgermeister Josef Heigenhauser aufgelistet, in welchen Bereichen die Einnahmen heuer geringer ausfallen werden als im vergangenen Jahr: So gehe die Gewerbesteuer voraussichtlich um 75 000 Euro auf 600 000 Euro zurück. Dieser Betrag »ist aber immer noch sehr hoch«, so der Bürgermeister. Zudem vermindere sich die Einnahme aus der Zweitwohnungssteuer um 20 000 Euro, die Schlüsselzuweisung werde wohl um 38 000 Euro auf 662 000 Euro zurückgehen. An Kreisumlage dagegen muss die Gemeinde in diesem Jahr um 110 000 Euro mehr abgeben, der Gesamtbetrag ist hier auf 1,18 Millionen Euro taxiert. Auch die Einnahme aus dem Fremdenverkehrsbeitrag reduziere sich auf 613 000 Euro. Ein wesentlicher Grund ist, dass die Gemeinde den Beitragssatz um ein halbes Prozent auf 8,5 Punkte verringert hat.

Nachdem in den vergangenen Jahren aufgrund einer allgemein positiven Entwicklung der Gemeindefinanzen die bestehenden Schulden mit Sondertilgungen deutlich abgebaut werden konnten (in 2013 allein um 990 000 Euro), spart sich die Gemeinde entsprechende Zinszahlungen. Diese wolle man an die Bürger weiterreichen, eben in der Form der Senkung des Fremdenverkehrsbeitrages, betonte Hechtl.

Mehreinnahmen werden laut den Erläuterungen beim Einkommensteueranteil um 34 000 Euro auf 752 000 Euro zu erzielen sein. In Summe sind für den Verwaltungshaushalt knapp neun Millionen Euro und für den Vermögenshaushalt fast 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Betont wurde ferner, dass für das laufende Jahr voraussichtlich keine weiteren Sondertilgungen für die bestehenden Kredite geleistet werden können, allerdings ist auch keine Neuaufnahme von Darlehen geplant.

Finanzieren kann man die bevorstehenden Ausgaben aus einer verbesserten Rücklagensituation: Zu diesen Aufgaben gehört beispielsweise die Realisierung eines Familienansiedelungsmodells; ein kleines Baugebiet am Mühlenweg soll ausgewiesen werden. Dieses soll in diesem Jahr mittels Zufahrtsstraßen und Kanal erschlossen werden, 253 000 Euro soll dies zusammen voraussichtlich kosten. Geht es nach dem Wunsch der Gemeinde, könnten in diesem Gebiet unweit der Blindauer Brücke schon in diesem Jahr neue Wohnhäuser entstehen.

Seit längerem geplant ist auch die Anschaffung eines neuen Hilfe-Lösch-Fahrzeuges für die Feuerwehr. 314 000 Euro hat die Kämmerei dafür in den Haushaltsplan eingestellt, der größte Einzel-Ausgabeposten im Vermögenshaushalt für dieses Jahr.

Abschließend wurde kurz auf den Finanzplan für die Jahre 2015 bis 2017 eingegangen, hier will die Gemeinde jährlich allein 100 000 Euro für Straßensanierungen ausgeben. Behindertengerecht umgebaut werden sollen ferner die sanitären Anlagen im Zentrum unmittelbar neben dem Rathaus, in diesem Jahr sollen entsprechende Planungen erstellt werden. Einstimmig beschloss der Gemeinderat ohne größere Diskussion den Haushaltsplan für 2014. ost