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Bauernbühne brillierte mit brandheißer Komödie

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Da hat der Frauenheld Johannes (Mitte, Hans Hofmann) eine ordentliche Abreibung erhalten. Eva (Regina Petermüller) und Florian (Bert Küfner, rechts), der auch etwas angeschlagen ist, kümmern sich um den geschlagenen Gigolo. (Foto: T. Eder)

Grassau. »Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus, zünd andre an« – bei dem lustigen Schwank »Feurio-Aufruhr im Spritzenhaus« von Jürgen Schuster zeigte die Grassauer Bauernbühne bei der gelungenen Premiere, mit welchen »häuslichen« Gefahren die Feuerwehr zu kämpfen hat. Das Publikum im vollen Heftersaal dankte es mit lautem Applaus.


Florian Brandner alias Bert Küfner ist mit Leib und Seele Feuerwehrvorstand und stellt seine Aufgabe als Brandmeister sogar über die eigene Familie. Seiner Frau Brigitte (Monika Noichl) passt dies gar nicht und jagt ihn aus dem Haus. So muss sich Florian im Spritzenhaus häuslich einrichten. Verstanden fühlt er sich von seinem Freund und Vereinskameraden Bernhard Gruber (Klaus Kirchleitner). Aber auch er kann sich nicht zuhause durchsetzen. Noch schwerwiegender als die häuslichen Probleme ist die Angst, dass sich die kleine Wehr, der es auch an Ausrüstung fehlt, nicht mehr gegen die größere Wehr im Nachbardorf behaupten kann und fusionieren muss. Damit Geld in die leere Vereinskasse gespült wird, möchten die Männer ein Sommerfest mit einigen Höhepunkten organisieren. Auch der Gigolo Johannes Schöninger (Hans Hofmann), ebenfalls Feuerwehrmann, versucht sich einzubringen. Mit seiner Art mit Frauen umzugehen, handelt er sich nicht nur die eine oder andere Ohrfeige von Eva Brandner (Regina Petermüller), der Tochter seines Kommandanten, ein. In Pfarrer Kaslinger (Andreas Heiß) finden die Kameraden einen Verbündeten. Für Recht und Sittlichkeit sorgt dessen Haushälterin Anna Rehbein (Hanna Küfner), die sich mit den anderen Frauen solidarisch erklärt. Als die Männer-WG dann das Sommerfest plant und delikate Höhepunkte eingebaut werden, spitzt sich die Situation zu...

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Soviel sei aber gesagt: Das Stück glänzt mit Wortwitz und im Geschlechterkampf sind einmal mehr die Frauen die wahren Gewinner – auch wenn es nicht immer mit fairen Mitteln zugeht. Bert Küfner brillierte als Feuerwehrvorstand und Monika Noichl als »Hausdrache« mit klaren Vorstellungen. Auch Regina Petermüller meisterte ihre Rolle als verständnisvolle Tochter. Die meisten Lacher aber erzielte Klaus Kirchleitner in der Rolle des etwas verschrobenen Kameraden Gruber. Vor allem sein Striptease bescherten dem Publikum fast schon Lachkrämpfe. Auch der Frauenheld Johannes (Hans Hofmann) überzeugte mit seiner Wandlung. Alle Männer scheinen ihren Frauen entfliehen zu wollen und auch der Pfarrer (Andreas Heiß) entzog sich dem Einfluss seiner Haushälterin beim Durstlöschen im Spitzenhaus.

Günter Schmuck als Regisseur hatte seine Akteure hervorragend im Griff. Lilo Leretz agierte als Souffleuse und um den gelungenen Bühnenbau kümmerten sich Günter Schmuck, Franz Halbmayer und Bert Küfner.

Nun darf man sich auf die zweite Premiere in diesem Jahr »Der Vampir von Zwickelbach« am 6. Juli freuen. Das Stück »Feurio-Aufruhr im Spritzenhaus« kommt am 15. Juli erneut zur Aufführung. tb