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Baubeginn der Surfwelle in Traunstein verschiebt sich

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Nach der Brücke über den Mühlbach, kurz vor der Mündung in die Traun, soll die neue Surfwelle entstehen. Der Baubeginn, der für Herbst vorgesehen war, erfolgt nun erst 2021.

Traunstein – Schon seit mehreren Jahren laufen die Überlegungen und Planungen für eine Surfwelle in Traunstein. Der Standort steht inzwischen fest, auch vom Stadtrat gab es im Oktober 2018 einstimmig grünes Licht. Eigentlich sollte im Herbst nun endlich der Baubeginn erfolgen, doch daraus wird nichts.

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Wie Hannes Weininger, Vorsitzender des Vereins »Chiemgau Welle«, seine Stellvertreterin Lisa Springer und Benjamin Di-Qual, zuständig für die Technik, im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt erklären, »ist unser Terminplan etwas überholt, was aber nicht an Corona liegt«. Ursache für die Verzögerung sei zum einen, dass sie sehr umfangreiche Untersuchungen hinsichtlich des Naturschutzes vornehmen müssen. »Neben Vögeln, Reptilien und Bibern müssen wir auch den Haselmausbestand im betroffenen Planungsgebiet untersuchen.«

Entstehen soll die künstliche Welle im Mühlbach, zwischen Brunneranlage und SBC-Stadion kurz vor der Einmündung in die Traun. »Diese Erhebung dauert allerdings aufgrund der vorgeschriebenen Zeiträume bis zum Herbst« – für den im ursprünglichen Zeitplan der Baubeginn vorgesehen war.

»Zum anderen ist einer der Meilensteine eine Hochwassersimulation, in der wir nachweisen werden, dass unser Vorhaben auch hier keinen negativen Einfluss haben wird«, erklärt Weininger weiter. Dazu benötigt der Verein aktuelle Hochwasserkarten, die gerade vom Wasserwirtschaftsamt neu erstellt werden. »Auch hier ist es zu Verzögerungen gekommen und wir müssen uns gedulden, bis die Daten vorliegen.«

Das alles hat dazu geführt, das der Baubeginn auf 2021 verschoben werden muss. »Vor allem die nötige Rücksichtnahme auf die Belange des Naturschutzes führen dazu, dass wir vor dem Winter das Genehmigungsverfahren nicht abschließen können«, sagt zweite Vorsitzende Lisa Springer. »Da wir aber auch nach einer hoffentlich positiven Genehmigung zunächst den zweiten Teil der Finanzierung stemmen und förderkonform ausschreiben sowie die Arbeiten beauftragen müssen, wird sich der Baubeginn realistisch in den Herbst 2021 schieben.«

Wie Benjamin Di-Qual weiter erklärt, sind er und seine Mitstreiter gerade beim Abarbeiten der vorbereitenden Aufgaben für das eigentliche Genehmigungsverfahren. »Die nötigen Punkte haben wir in einem sogenannten 'Scoping Termin' mit allen Fachbehörden Ende November festgelegt.« Neben diesen behördlichen Themen seien sie dabei, sich mit den privatrechtlichen Aufgaben, wie zum Beispiel der Schnittstellen mit den Kraftwerksbetreibern, auseinanderzusetzen.

Darüber hinaus arbeitet die Vorstandschaft weiterhin am Betriebskonzept. »Es ist einer der Schlüsselpunkte im gesamten Genehmigungs- und Abstimmungsprozess«, so Vorsitzender Weininger. »Gerade haftungsrechtlich muss dies sitzen. Dazu sind wir gerade im Austausch mit unserer Rechtsberatung und können daher noch kein abschließendes Konzept vorlegen.« Grundsätzlich sei es aber Wunsch der gesamten Vorstandschaft, den Vereinsmitgliedern ein möglichst auflagenfreies und eigenverantwortliches Surfen zu ermöglichen. »Schließlich ist das verantwortungsvolle Erlernen eines Wassersports mit die Kernaufgabe des Vereins.« jal

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