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Baubeginn der Dreifach-Turnhalle im Herbst?

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Die neue Dreifach-Turnhalle am Annette-Kolb-Gymnasium lässt auf sich warten. Landkreis und Stadt wollen allerdings noch im Herbst mit dem Bau beginnen. Dafür muss die Stadt zunächst ihre Hausaufgaben erledigen. (Foto: Bauer)

Traunstein – Irgendwo ist da ein Knoten drin in der Leitung zwischen dem Papst-Benedikt-Platz und dem Rathausplatz. Zumindest gewinnt man diesen Eindruck, wenn man sich das Gemeinschaftsprojekt von Landkreis und Stadt, die AKG-Turnhalle, anschaut – oder auch nicht, denn zum Anschauen gibt es bis dato ja nichts, außer einer brachliegenden Fläche an der Gabelsbergerstraße; dort, wo früher die Zulassungsstelle war.


Beide Behörden versichern, dass sie im Herbst mit dem Bau beginnen wollen. »Wir sind alle daran interessiert, dass wir schnell loslegen können«, so die Pressesprecherin der Stadt, Carola Westermeier. »Stadt und Landkreis ziehen an einem Strang«, bläst Landratsamt-Sprecher Roman Schneider in das gleiche Horn. Macht dann aber auch deutlich: »Vom Landkreis ist alles fertig. Wir brauchen jetzt einen Stadtratsbeschluss!« Ursprünglich sollte es mit dem Bau der Turnhalle schon zu Beginn dieses Jahres losgehen.

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Stadt und Turnverein Traunstein mit im Boot

Bauherr der geplanten Dreifach-Turnhalle am Annette-Kolb-Gymnasium ist der Landkreis Traunstein. Er hat die Stadt Traunstein und diese wiederum den Turnverein Traunstein (TVT) als Partner mit im Boot, denn Stadt und TVT möchten die Schulturnhalle mitnutzen. Dafür werden sie sich auch an den Kosten beteiligen.

Seit dem Unterzeichnen des Rahmenvertrags im April 2014 haben sich allerdings ein paar Rahmenbedingungen geändert: Damals waren die Kosten grob auf 7,2 Millionen Euro geschätzt worden. Die Stadt sollte die Tribüne der neuen Sporthalle finanzieren und außerdem mit dem Turnverein Traunstein ein Drittel der nicht förderfähigen Gesamtkosten übernehmen; zwei Drittel sollte der Landkreis tragen. Der TVT ist bisher in der Franz-Eyrich-Halle beheimatet. Die soll abgerissen werden – aber erst, wenn die neue Turnhalle steht, versichert Westermeier nochmals.

Schon im Herbst letzten Jahres zeichnete sich ab: Der Baubeginn verzögert sich und die Kosten werden steigen. Das hat zum einen spezifische bauliche Gründe in dem sehr beengten Umfeld, zum anderen ist es aber auch den Wünschen von Stadt und TVT geschuldet. Oberbürgermeister Christian Kegel sprach im November von »weiterem Abstimmungsbedarf«.

Der Turnverein soll noch zusätzliche Trainingsräume für die Ringer und Judoka bekommen. Und die Stadt möchte die Halle auch für andere Veranstaltungen nutzen. Dafür muss sie wiederum die nötigen Stellplätze nachweisen und die Brandschutzauflagen für das Gebäude erhöhen sich.

Ende letzten Jahres war von Kosten in Höhe von 10,5 Millionen Euro die Rede – eine Erhöhung, für die in erster Linie die Stadt aufkommen muss, »weil der Landkreis nur Anlagen für den Schulsport, nicht aber für den Breitensport bauen darf«, erläutert Roman Schneider.

Förderantrag liegt bei der Regierung von Oberbayern

Die Gebäudeteile für den Schulsport seien fertig geplant, sagt der Pressesprecher im Landratsamt. Jetzt müsse die Kommune noch ihren Teil beschließen, vor allem die Mitfinanzierung. »Das soll nach unserer Kenntnis in der nächsten Sitzung des Stadtrats erfolgen. Danach ist die Baugenehmigung zu beantragen.« Der Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern sei bereits gestellt.

Laut Carola Westermeier, Pressesprecherin der Stadt, ist der Bauantrag vom Landkreis bereits eingereicht worden. Zunächst wird nun aber die Stadt in der Sitzung des Finanzausschusses am kommenden Mittwoch (15 Uhr) und im Stadtrat am Donnerstag (15 Uhr) über die Entwurfsplanung, den Stellplatznachweis, den Rahmenvertrag und den Sporthallen-Nutzungsvertrag für die neue Dreifach-Turnhalle am AKG beraten. ka