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Bauausschuss für Umbau des City-Hauses in Wohnungen

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Das City-Haus an der Ecke Kant-/Eichendorffstraße in Traunreut wird Ende dieses Jahres seinen Handelsbetrieb einstellen. In dem Geschäftshaus, das um ein Geschoß aufgestockt werden soll, sollen zwölf Wohnungen entstehen. Ein Teil der jetzigen Verkaufsfläche soll als solche zunächst erhalten bleiben. (Foto: Rasch)

Traunreut – Ohne längere Diskussion hat der Bauausschuss des Traunreuter Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung einer Nutzungsänderung der Verkaufsräume des City-Hauses in Wohnungen zugestimmt.


Wie berichtet, wird der Handelsbetrieb zum Jahresende eingestellt. Die Antragstellerin, die KFA Cityhaus Gerer-Gesellschaft, möchte das Gebäude an der Kantstraße um ein drittes Obergeschoß aufstocken und zwölf Wohnungen einbauen. Der Verkaufsraum im Erdgeschoß und ein Teil des Obergeschoßes sind von der Nutzungsänderung ausgeschlossen. Was mit diesen Räumen passiert, steht noch in den Sternen.

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Teil des Kellers wird zu Tiefgarage umgebaut

Näher äußerte sich dazu auch Geschäftsinhaber und CSU-Stadtrat Christian Gerer bei der Vorstellung seines Vorhabens nicht. Er erklärte lediglich, dass es das KFA aus wirtschaftlichen Gründen in der jetzigen Form nicht mehr geben werde. Laut Gerer werde ein Teil des jetzigen Kellers, in dem sich die Haushalts- und Spielwarenabteilung befindet, zu einer Tiefgarage mit zwölf Stellplätzen sowie Lager- und Technikräumen umgebaut.

Die restlichen der notwendigen 56 Stellplätze werden oberirdisch vorgehalten. Im zweiten Obergeschoß, in dem momentan noch Verkaufs- und Verwaltungsräume sind, sind neun Wohnungen geplant; davon zwei größere Wohnungen mit 85 Quadratmetern. Für weitere drei größere Wohnungen mit bis zu 150 Quadratmetern soll das Gebäude um ein drittes Obergeschoß aufgestockt werden. Unter Berücksichtigung einer Befreiung der mit der Aufstockung verbundenen Baugrenzen-Überschreitung und der Bestätigung, dass das Vorhaben nicht den Zielen der Stadtkernsanierung widerspricht, soll nach dem Willen des Bauausschusses das gemeindliche Einvernehmen hergestellt werden.

Neben dem Antrag Gerers wurden im beschließenden Teil der Sitzung auch die Bauleistungen für die Außenanlagen des im Bau befindlichen Feuerwehrhauses Traunwalchen vergeben. Den Auftrag für den Bau von Wegen, Plätzen und Straßen zwischen Oktober und November soll die Traunsteiner Firma Swietelsky zu einem Angebotspreis von 90 100 Euro erhalten. Der Zweitbieter hätte knapp 9000 Euro mehr verlangt.

Aufträge für Feuerwehrhaus vergeben

Bekannt gegeben wurden auch weitere Bauaufträge für das neue Feuerwehrhaus, die nach erfolgloser öffentlicher Ausschreibung beschränkt ausgeschrieben wurden. Die Aufträge für Estrich-, Heizungs- und Sanitärarbeiten wurden bereits gemäß Ermächtigungsbeschluss von Bürgermeister Klaus Ritter erteilt. Die Estricharbeiten wird die Firma German Estrich aus Trostberg ausführen. Das Angebot mit 30 000 Euro liegt allerdings mit rund 4000 Euro über der Kostenberechnung.

Ebenfalls über 8000 Euro mehr als berechnet kosten die Sanitärarbeiten. Sie sollen für 85 400 Euro an die Firma Robert Aigner in Fridolfing vergeben werden. Dagegen werden die angenommenen Kosten bei den Heizungsarbeiten um 22 700 Euro unterschritten. Hier erhält die Frasdorfer Firma B. und B. Fischer den Auftrag für rund 66 000 Euro. Das Angebot des Zweitbieters lag bei über 72 000 Euro.

130 000 Euro sollen auch für den Neubau eines Geh- und Radweges von Anning nach Stein an der Traun in die Hand genommen werden. Den Auftrag für die Ausführung der Bauarbeiten zwischen August und November soll ebenfalls die Traunsteiner Firma Swietelsky erhalten. Die ursprüngliche Kostenberechnung sah 200 000 Euro vor. Insofern werden auch hier die Kosten nach dem derzeitigen Stand um 70 000 Euro unterschritten.

Geh- und Radweg soll Anninger Senke umgehen

Der neue Geh- und Radweg wird von der Nepomuk-Kapelle in Stein an der Traun nach Anning und Weisham führen – vor allem, um die sogenannte gefährliche Anninger Senke zu umgehen. Nach Angaben Ritters soll die Wegeverbindung später nach Sankt Georgen weitergeführt werden.

Die Anregung von Christian Stoib (SPD), auch die Wohnsiedlung Fasanenjäger an die fußläufige Verbindung anzuschließen, nahm Ritter zur Kenntnis. Dazu müssten aber die Grundstücksverhandlungen abgewartet werden, sagte Ritter.

Mit Ausnahme von Herbert Kusstatscher (SPD) beschloss das Gremium die Vergabe. Kusstatscher meinte, der neue Weg sei unnötig, zumal es entlang der B 304 bereits einen gesicherten Geh- und Radweg von Stein an der Traun nach St. Georgen gebe. Viel wichtiger wäre ein Geh- und Radweg zwischen St. Georgen und Anning. ga