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Bauausschuss für abgespeckte Variante

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Weg am Eingang des Traunreuter Waldfriedhofs an der Münchner Straße. (Foto: Rasch)

Traunreut – Landschaftsarchitekt Martin Grandl hat in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Stadt Traunreut ein abgespecktes Konzept für die Erweiterung der städtischen Friedhöfe Traunreut und Sankt Georgen vorgestellt. Wie berichtet, sollte der Planer beim ursprünglichen Konzept für alternative Bestattungsformen Abstriche machen, um das vorgegebene Kostenbudget von 360 000 Euro einzuhalten. Bei der abgespeckten Variante liegen die Kosten sogar unter dem Haushaltsansatz.


So soll jetzt in einem ersten Bauabschnitt im Traunreuter Waldfriedhof ein Urnen-Hof, aufgeteilt in drei Urnenwände, mit zusammen 100 Kammern entstehen; außerdem zwei Gemeinschaftsgrabanlagen mit je zehn Grabstellen und einer Stele, auf der die Namen der Verstorbenen eingraviert werden.

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Der Standort auf der rechten Seite des Weges am Eingang des Friedhofbauhofs an der Münchner Straße eignet sich aufgrund der Bäume auch für eine Baumbestattung. Deshalb sollen auf dem Bestattungsensemble auch vier Bodenhülsen für je vier Urnen vorgehalten werden. Diese Bodenhülsen werden mit einer Metallabdeckung versehen, auf der ebenfalls die Namen der Verstorbenen eingraviert werden können.

Die geschätzten Kosten liegen bei 244 000 Euro. Der Vorschlag des Architekten fand im Gremium Gefallen und soll so schnell wie möglich umgesetzt werden. Nach Angaben von Bürgermeister Klaus Ritter bestehe im Waldfriedhof dringender Handlungsbedarf, zumal die 200 Urnenplätze in den Urnenwänden komplett belegt seien.

Im städtischen Friedhof Sankt Georgen hingegen halte sich der Überwunsch von Urnenwänden in Grenzen, sagte Ritter. Deshalb soll hier mit kleineren Maßnahmen gestartet werden. Der Gestaltungsvorschlag des Architekten, im nördlichen Bereich des Friedhofs zwei Urnenwände mit 12 Kammern sowie zwei Gemeinschaftsgräber mit je zehn Grabstellen sowie einen Urnenhain mit acht Bodenhülsen für je vier Urnen vorzusehen, wurde nur von zwei Räten mitgetragen.

Vor allem Sepp Winkler (Bürgerliste) hätte sich einen Hofcharakter wie in Traunreut gewünscht. Die Mehrheit vertrat die Ansicht, zunächst keine Urnenwände aufzustellen und sich auf die Baum- und Gemeinschaftsgräber zu beschränken. »Wir können in der Folgeplanung dann immer noch eine Hofstruktur anstreben«, schlug Ritter vor.

Nachdem vorerst keine Urnenwände aufgestellt werden sollen, werden sich auch die geschätzten Kosten von 75 000 Euro verringern. Der Beschlussvorschlag, grundsätzlich in Sankt Georgen mit kleineren Maßnahmen zu beginnen, wurde einstimmig abgesegnet. Beide Empfehlungen müssen aber noch vom Stadtrat in seiner Sitzung am Donnertag nächster Woche genehmigt werden. ga

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