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Bauarbeiten sollen bald beginnen

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In Kürze soll auf der Wiese an der Trostberger Straße in Traunreut mit dem Bau des BayWa/Kaufland-Projekts begonnen werden. Eine Teilbaugenehmigung wurde dem Antragsteller in Aussicht gestellt. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit musste das Entwässerungskonzept geändert werden, das eine Ausweitung des Geltungsbereiches notwendig machte. (Foto: Rasch)

Traunreut. Nachdem die Traunreuter Bürger Ja zum BayWa/Kaufland-Projekt gesagt haben, möchte die BayWa unverzüglich mit dem Bau des Bau- und Gartenfachmarktes an der Trostberger Straße beginnen. Die Baugenehmigung des Landratsamtes steht zwar noch aus, aber eine Teilbaugenehmigung wurde dem Unternehmen in Aussicht gestellt. Noch im November sollen die bauvorbereitenden Maßnahmen abgewickelt werden. Dies bestätigten die Vertreter der BayWa dem Traunsteiner Tagblatt am Rande der jüngsten Traunreuter Bauausschusssitzung.


Eigentlicher Grund der Anwesenheit der BayWa-Vertreter war aber ein anderer. Noch ehe der erste Spatenstich vollzogen ist, reichte die BayWa Bau und Gartenbaufachmärkte GmbH einen Antrag auf Änderung bzw. Erweiterung des Bebauungsplanes ein. Die Änderung, die vom Gremium einstimmig mitgetragen wurde, ist notwendig, um ein optimales Entwässerungskonzept zu verwirklichen. Nach Angaben des Architekten der BayWa, Patrick Mühlfait, habe man festgestellt, dass der Boden dort sehr lehmig sei. Deshalb musste das Entwässerungskonzept geändert werden. Das neue Konzept sieht eine Versickerung über eine sogenannte belebte Bodenzone vor. Dabei wird das Schmutzwasser in vier unterschiedlichen Mulden abgeleitet. Dadurch entsteht entlang des Grundstücks im Anschluss an eine 4,80 Meter hohe Sicht- und Schallschutzwand und einen Geh- und Radweg ein bis zu zwei Meter hoher, abfallender Wall, der extensiv begrünt und punktuell bepflanzt werden soll. Wie es hieß, sei die Planung auch mit den Bewohnern der benachbarten Neubausiedlung abgesprochen und von diesen befürwortet worden. Mit der Stadt vertraglich festgelegt worden seien auch die Pflegemaßnahmen des Walls durch den Bauherrn. Auf Anfrage von Paul Obermeier (FW) hieß es, der Bauherr habe den dafür notwendigen Grundstücksstreifen in Erbpacht erworben.

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Der Entwurf des geänderten Bebauungsplanes, der keine Auswirkungen auf den Baubeginn des BayWa/Kaufland-Projekts hat, wird jetzt für einen Monat öffentlich ausgelegt.

Parallel zum Antrag der BayWa lag auch ein Antrag der FW-Fraktion vor, das Sortiment des Kaufland-Marktes im Bebauungsplan festzulegen. Die FW-Fraktion möchte damit sicherstellen, dass die Einteilung der Sortimente nach dem Landesentwicklungsplan (LEP) auch umgesetzt wird. Auf Aufforderung von Stadtrat Sepp Winkler (Bürgerliste) soll bis zu Stadtratssitzung am nächsten Donnerstag geklärt werden, ob die Möglichkeit besteht, die zulässigen und nicht zulässigen Sortimente im Bebauungsplan aufzunehmen.

In einer Stellungnahme weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass die Anzahl der vier Konzessionäre sowie die maximal zulässige, sogenannte Nonfood-Fläche des Verbrauchermarktes mit 1050 Quadratmetern in den Bebauungsplan aufgenommen werden. Dies wurde mit einem einstimmigen Beschluss auch nochmals bekräftigt. ga

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