weather-image
27°

Bauarbeiten in Frühling ziehen sich hin

Die Arbeiten im Rahmen der Kanalisation in Frühling ziehen sich hin. Grund sind Kabelverlegungsarbeiten des Bayernwerks. Ursprünglich sollte die Ortschaft Ende August, Anfang September wieder befahrbar sein. (Foto: Rasch)

Traunreut. Wegen der Verlegung von Breitbandkabeln im Zuge der Kanalisierung in Frühling werden sich die Straßenbauarbeiten voraussichtlich noch mehrere Wochen hinziehen. Ursprünglich sollte die Ortschaft Ende August, Anfang September wieder befahrbar sein. In der jüngsten Stadtratssitzung wurden die Verzögerungen der Baustelle kritisiert.


Stadtrat Reinhold Schroll (CSU) wollte wissen, wie es um den Baufortschritt bestellt ist. Seit fast vier Monaten laufen die Arbeiten und es habe geheißen, dass die Ortsdurchfahrt Ende August wieder befahrbar sei. Nach Angaben des Technischen Leiters der Stadtwerke, Franz Hagenauer, seien die Kanalisation seitens der Stadtwerke und die Verlegung neuer Wasserleitungen der Otting-Pallinger-Gruppe erledigt.

Anzeige

Die Kabelverlegungen des Bayernwerks, das seine Arbeiten an Firmen vergeben habe, würden sich leider hinziehen und damit auch die Asphaltierung. Um das Ganze zu beschleunigen, regte Michael Elsen (CSU) an, auf die Firmen, respektive auf den Auftraggeber, Druck auszuüben und einen Termin zu setzen – »bis dahin muaß a Ruah sei«.

Mit dem rund 535 000 Euro teuren Kanalbau wurde Ende Mai begonnen. Vom neuen Kreisverkehr am Ende der Ausbaustrecke der neuen Ortsumfahrung wurde in der Kreisstraße TS 49 bis zum Ortsende von Frühling ein rund 630 Meter langer Abwassersammelkanal gebaut. Im Ort selbst wurden 270 Meter Kanalleitungen verlegt und Einzelpumpstationen und Druckleitungen für vier der 25 Anwesen eingerichtet.

Parallel zum Kanalbau ließ die Otting-Pallinger-Gruppe in der Ortsdurchfahrt und in der Ortsstraße in Richtung Heiming neue Wasserleitungen verlegen. Die Baustelle wurde auch genutzt, um neue Breitbandkabel zu verlegen, die den Abschluss der Bauarbeiten in Frühling nun verzögern, dessen dörflicher Charakter erhalten bleiben soll. Der Stadtrat lehnte sich nämlich einstimmig der Empfehlung des Bauausschusses und des Landratsamtes an, auf eine großzügige Entwicklung von Frühling zu verzichten. Wie wiederholt berichtet, sollten in der Juni-Sitzung zwei Anträge auf Erweiterung der Ortsabrundungssatzung behandelt werden. Nachdem aber weitere Grundstücksbesitzer ihre Wünsche angemeldet hatten, eine Ausweisung ihrer Grundstücke zu berücksichtigen, hatte sich der Stadtrat darauf verständigt, eine Grundsatzentscheidung über die Ortsentwicklung zu treffen.

Nach Rücksprache mit dem Kreisbaumeister kam man zum Ergebnis, von einer großzügigen Bebauung Abstand zu nehmen und nur die beantragten drei Grundstücksausweisungen zuzulassen. Da es in Frühling noch einige Landwirte gebe, würde eine wachsende Wohnbebauung erfahrungsgemäß zu Problemen führen, sagte Bürgermeister Franz Parzinger.

Um Verständnis bat Hagenauer auch vor allem die vom Leitungsbau betroffenen Anlieger in der Kernstadt im Zusammenhang mit dem Fernwärmeausbau. Auch hier ziehen sich die Arbeiten hin. Laut Hagenauer soll aber noch in dieser Woche mit dem Straßenbau begonnen werden, der sich bis Ende November hinziehen werde. ga