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Bauarbeiten für das »Haus der Begegnung« haben begonnen

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Wie der Blick durch den Bauzaun verrät, sind die Bauarbeiten für das »Haus der Begegnung« am Georg-Rinser-Weg in Kirchanschöring bereits in vollem Gange. (Foto: Caruso)

Kirchanschöring – Die meisten Kirchanschöringer werden die Baumaschinen und den Baulärm am Georg-Rinser-Weg schon wahrgenommen haben. Die Bauarbeiten für das »Haus der Begegnung« sind endlich gestartet.


Die ersten Bagger waren schon im Februar angerollt und machten das Baufeld für das »Haus der Begegnung«, das damals noch mit Kabeln und Leitungen durchzogen war, frei und verlegten sie neu. Zwischenzeitlich ist der Bauzaun für den ersten Bauabschnitt, auch Gründung genannt, geschlossen. So dürfen Neugierige nur noch durch das Gitter die Bauarbeiten und das schwere Gerät beobachten.

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Im Zuge der Gründung mussten die Bagger zunächst etwa einen Meter Humus abtragen, weil man schon aus früheren Tagen wusste, dass es sich bei dem Gelände, um eine archäologische Verdachtsfläche handelt. Neben den vorliegenden Informationen aus Bodenproben wusste der Bauherr auch, dass in einem Teilgebiet in der Nähe der Eisenbahnschienen alte Gräber liegen, die aus Zeiten des Bahnbaus Anfang der 1920er Jahre stammen.

Daher hatte zunächst der Archäologe für einige Tage das Sagen auf der Baustelle. »Er untersuchte zwar alles auf archäologische Besonderheiten, hat aber nichts gefunden«, erklärte Bürgermeister Hans Jörg Birner bei einem Pressegespräch auf der Baustelle. Birner ist auch Verwaltungsratsvorsitzender der kommunalen Wohnbaugesellschaft, die das Haus der Begegnung im Auftrag der Gemeinde Kirchanschöring baut. Froh, »dass der Denkmalschützer nichts fand«, ist auch sein Stellvertreter Hans Armstorfer. »Ein relevanter Fund hätte die Baustelle nämlich eine Zeit lang lahmlegen können.»

Den ersten Bauabschnitt kennzeichnet nun also ein groß angelegter Bodenaustausch. Denn der vorgefundene Untergrund ist durch vielfältige Auffüllungen und Grabarbeiten für Ver- und Entsorgungsleitungen nicht tragfähig genug, um das »Haus der Begegnung« darauf errichten zu können. Mit diesen Arbeiten sind derzeit einige der Bauarbeiter beschäftigt, während ihre Kollegen mit den Lastwagen gleichzeitig an anderer Stelle den Boden wieder auffüllen.

In den kommenden Wochen werden die Bodenplatte erstellt und die Teilunterkellerung angelegt. Die Bauarbeiter haben auch schon damit begonnen im östlichen Teil des riesigen Lochs mit großen Betonpumpen den zähflüssigen Baustoff in die angelegte Grube zu gießen und die sogenannte Sauberkeitsschicht erstellt. Dieser später unsichtbare Teil des Hauses bildet die Grundfeste des gesamten Baus und verankert dessen Last fest und sicher im Baugrund. Daher muss der dafür üblicherweise verwendete Stahlbeton erst vollständig aushärten, bis mit dem Bau fortgefahren werden kann. Dann soll auch die Grundsteinlegung erfolgen.

Das gesamte Projekt kostet rund 3,95 Millionen Euro. Laut Birner sind viele mit dem Bau anfallenden Auftragsarbeiten schon vergeben worden. »Die haben ein Volumen von etwa 2,5 Millionen Euro, und damit um etwa ein Prozent weniger als ursprünglich errechnet.« ca