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Bau von Feuerwehrhaus beginnt im Herbst – Gesamtkosten: 3,2 Millionen Euro

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Kommandant Karl Huber informierte über die Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses. (Foto: T. Eder)

Grassau – Voraussichtlich im Herbst beginnt der Markt Grassau mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses in Rottau. Nachdem der Gemeinderat bereits die technische Ausstattung aufgestellt hatte, billigte er in der jüngsten Sitzung den Eingabeplan. Einstimmig votierte das Gremium für den Bauantrag.


Von einem »schönen Projekt, das wir alle gemeinsam gestalten«, sprach Kommandant Karl Huber. Er wie auch Architekt Hans Romstätter standen Rede und Antwort. Ziel sei, im Herbst mit dem Bau zu beginnen, betonte Romstätter. Bereits einige Fachingenieure seien in die Planung eingebunden. Die geforderten Stellplätze könnten nachgewiesen werden. In der Fahrzeughalle seien drei Stellplätze angeordnet – wobei der letzte ein Waschplatz mit Gulli und Abscheider sei. Der Bereich werde durch einen Gummivorhang abgetrennt.

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Da im Erdgeschoß keine Lagerflächen vorhanden sind, werden Gerätschaften und Material im Keller gelagert und können durch den Aufzug schnell nach oben transportiert werden. Der Zugang zu den Umkleideräumen erfolgt von der Hinterseite, dem Parkplatz zugewandt. Dieser Bereich ist in Damen- und Herrenumkleiden unterteilt. Noch ist zwar keine Feuerwehrfrau aktiv, die Voraussetzungen hierfür werden aber geschaffen.

Neben einer kleinen Werkstatt sind auch Damen- und Herren-WC sowie ein Besprechungs- und Funkraum mit Sichtverbindung zur Fahrzeughalle und Außenbereich geplant. Auch an einen Trockenraum für die Einsatzkleidung wurde gedacht. Ergänzt wird er durch einen Schlauchtrocknungsschrank. Im ersten Obergeschoß sind das Stüberl und der Schulungsraum vorgesehen. Dieser Bereich ist auch durch eine Außentreppe und den Fluchtbalkon erreichbar. Im Kniestockgeschoss, dem Dachgeschoss des Hauses, befindet sich das Kommandantenbüro wie auch der Bereich für die Jugendfeuerwehr mit kleiner Küche. Der Balkon wird so konstruiert, dass er sich für Abseilübungen eignet.

Technik ist im Keller untergebracht

Die technische Ausstattung des Gebäudes befindet sich im Keller. Wie Rom-stätter ausführte, sei hier auch die Lüftungszentrale, denn das Gebäude werde mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Dadurch werde die Möglichkeit geschaffen, dass auch der Keller gut durchgelüftet wird. Zudem seien im Keller ein Behinderten-WC wie auch eine Duschanlage vorgesehen. Das Gebäude werde schlicht gehalten, die Balkone aus Betonplatten gefertigt und das Geländer in Holz gestaltet. Zur Belichtung erhalten die Tore der Fahrzeughalle laut dem Architekten einen Doppelstreifen aus Glas.

Der Architekt schätzte die Gesamtkosten auf 3,18 Millionen Euro. Berücksichtigt seien auch die Haustechnik, die Gestaltung der Außenanlagen mit Parkplätzen, die Ausstattung und die Baunebenkosten.

Sowohl Bürgermeister Stefan Kattari wie auch der Planer lobten die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sehr. Diskutiert wurde, ob die Außenanlagen gepflastert oder asphaltiert werden. Laut Architekt ergibt sich preislich kein Unterschied, das Betonpflaster sei etwas umweltfreundlicher.

Probleme sah Tom Hagl (CSU) beim Einfahren der Einsatzfahrzeuge auf die stark befahrene Bundesstraße. Er fragte, ob eine Ampel oder ein Blinklicht helfen könne. Dies, so Kommandant Karl Huber, sei berücksichtigt. Eine Tafel mit Feuerwehrausfahrt solle auf jeden Fall kommen. Der derzeitige Standort der Feuerwehr liege ebenfalls an der Bundesstraße – und hier funktioniere es, erklärte er.

Walter Feigl, zuständig in der Gemeindeverwaltung für die Feuerwehr und die Planung, erklärte, dass Ein- und Anbauten an die Bundesstraße schwer zu realisieren seien. Leerrohre würden beim Bau jedenfalls eingefügt, so Romstätter.

Hans Genghammer (FW) erkundigte sich nach der Distanz von Umkleideräumen im Erdgeschoß und Dusche im Keller. Laut Kommandant Huber muss eine Dusche installiert werden, wobei sich wohl kaum ein Kamerad duschen wird. Die Lage im Keller sei bewusst so gewählt. Nach Fahrradständern fragte Richard Schreiner (SPD). Sie seien neben dem Eingang vorgesehen, so Karl Huber.

Ob eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen ist, wollte Thomas Hofmann (AE) wissen. Seiner Ansicht nach sollte man dies vor der Planung von Dachfenstern prüfen. Walter Feigl erklärte, dass dieser Antrag geprüft werde, entsprechend gestaltet werde die Dachneigung.

Bau von PV-Anlagewird geprüft

Manfred Huber (AE) meinte, dass bei der Grünflächengestaltung des Parkplatzes an möglichst einfache Pflege zu denken sei. Nach Zuschüssen erkundigte sich Hans Genghammer. Laut Planer kann pro Einsatzfahrzeug mit 60 000 Euro an Zuschüssen für den Bau gerechnet werden. Die Rottauer Wehr werde zudem mit einer Stiefelwaschanlage ausgestattet.

Thomas Göls (CSU) betrachtete diese Anlage als notwendig. Gerade auch bezüglich der Hochwassereinsätze sollte gleichwohl an eine Trocknung der Stiefel nachgedacht werden. Kommandant Huber informierte, dass hierfür der Trocknungsraum prädestiniert sei.

Ohne Widerspruch nahm der Gemeinderat den Eingabeplan an. Die Installation einer PV-Anlage wird noch geprüft. tb


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