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Bau der Fernwärme-Verbindungsleitung liegt im Zeitplan

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Der Bau der Fernwärmeleitung von der Geothermiebohrstelle in die Kernstadt schreitet zügig voran. Derzeit werden die Rohre im Geh- und Radweg entlang der Waginger Straße auf Höhe der Theodor-Körner-Straße verlegt. Über den Baufortschritt informierten die Stadtwerke den Werkausschuss in seiner Sitzung. (Foto: Rasch)

Traunreut. Die Stadtwerke Traunreut sind sehr zuversichtlich, dass Ende November die ersten Haushalte mit Tiefenwärme versorgt werden können. Beim Bau der Fernwärme-Verbindungsleitung von der Geothermiebohrstelle in die Kernstadt liegt man gut im Zeitplan. Derzeit werden die Rohre im Geh- und Radweg entlang der Waginger Straße auf Höhe der Theodor-Körner-Straße verlegt. »Es geht flott voran«, sagte der Technische Leiter der Stadtwerke Franz Hagenauer am Rande der Werkausschusssitzung dem Traunsteiner Tagblatt.


»Bis auf ein paar Kleinigkeiten so weit fertig«

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In der ersten Sitzung nach der Sommerpause wurde das Gremium auch über weitere laufende Maßnahmen und Ergebnisse des ersten Halbjahres 2013 unterrichtet. Parallel zu diesem Großprojekt läuft die Kanalisierung in Frühling, die kurz vor der Beendigung steht. »Von unserer Seite sind wir bis auf ein paar Kleinigkeiten soweit fertig«, sagte Hagenauer. Nach seinem Kenntnisstand soll Mitte September mit den Asphaltierungsarbeiten begonnen werden, sodass voraussichtlich Mitte Oktober die Ortsdurchfahrt wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Vom Anschlusspunkt (neuer Kreisverkehr Richtung Frühling) wurde in der Kreisstraße TS 49 bis zum Ortsende von Frühling ein rund 630 Meter langer Abwassersammelkanal gebaut. Im Ort selber wurden insgesamt 270 Meter Kanalleitungen verlegt und Einzelpumpstationen und Druckleitungen für vier der insgesamt 25 Anwesen eingerichtet. Parallel zu der Kanalbaumaßnahme hat die Otting-Pallinger-Gruppe in der Ortsdurchfahrt und in der Ortstraße in Richtung Heiming, neue Wasserleitungen verlegen lassen. Derzeit werden von den Bayernwerken (ehemals EON) auch noch Kabel verlegt.

Während der laufenden Kanalisationsarbeiten sorgte die Entwicklung von Frühling für Schlagzeilen, die möglicherweise Auswirkungen auf die endgültige Fertigstellung der Baumaßnahme haben könnte. Wie wiederholt berichtet, sollten in der Juni-Sitzung zwei Anträge auf eine Erweiterung der Ortsabrundungssatzung behandelt werden. Nachdem aber weitere Grundstücksbesitzer ihre Wünsche angemeldet hatten, eine Ausweisung ihrer Grundstücke zu berücksichtigen, hatte sich der Stadtrat darauf verständigt, unmittelbar nach der Sitzungspause eine Grundsatzentscheidung über die Ortsentwicklung zu treffen. Die Entscheidung, ob sich Frühling nur geringfügig oder großflächig entwickeln soll, soll am heutigen Mittwoch um 17 Uhr vom Bauausschuss getroffen werden bzw. vom Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag nächster Woche.

Zügig voran schreiten auch die Arbeiten auf einer weiteren Großbaustelle am Traunring West. Im Zuge der Stichstraßenerneuerung der westlichen Ringstraße lassen die Stadtwerke die Wasser- und Kanalleitungen erneuern. Die Gesamtbaumaßnahme soll voraussichtlich Ende November abgeschlossen sein. Seit Ende Juni fertiggestellt ist der Neubau der Wasserleitung in der Werner-von-Siemens-Straße zwischen der Nansen-Straße und dem Traunring Süd. Durch die Erneuerung des 390 Meter langen Teilstücks wurden zwischen der Traun-Passage und der Firma Bosch & Siemens Hausgeräte GmbH die Hauptversorgungsleitung durchgehend optimal ausgebaut und die Löschwasser-Grundversorgung für die angrenzenden Industrie- und Gewerbegebiete gesichert.

Baumängel am Brunnenhaus

Bis auf einige Baumängel, die noch zu beseitigen sind, ist auch das neue Brunnenhaus Niedling fertig. Auf Anfrage teilte Hagenauer dazu mit, dass nicht alle Gewerke zufriedenstellend ausgeführt worden seien. Solange die Mängel, die noch »kontrovers diskutiert« werden müssten, nicht ausgeräumt seien, werde es auch keine Einweihung geben, so Hagenauer. Die Werkleitung hofft aber, im Herbst mit dem Probebetrieb beginnen zu können.

Bis zum Herbst sollte auch das im Bau befindliche Blockheizkraftwerk in der Kläranlage Traunreut fertig sein. Eines der beiden Blockheizkraftwerke in der Kläranlage wurde bereits 2007 ausgetauscht. Mit der Erneuerung der beiden Heizkraftwerke, der Installation einer Photovoltaikanlage und ständigen Optimierungsmaßnahmen sei die Kläranlage Traunreut auf einem vielversprechenden Weg zur Energieautarkie.

Aus dem Zwischenbericht 2013 geht weiter hervor, dass sich der Antrag auf Neufestsetzung des Wasserschutzgebietes Nunhausen immer noch im wasserrechtlichen Verfahren befindet. Der Stadtrat erteilte der Neufestsetzung im März 2011 nur unter bestimmten Bedingungen seine Zustimmung. Nachdem das Landratsamt Traunstein aber eine einhellige Zustimmung zwischen der Stadt und den Stadtwerken gefordert hatte, wurde der Beschluss vom März 2011 aufgehoben. Im Juni dieses Jahres fand dazu beim Landratsamt ein Erörterungstermin statt, der jedoch abgebrochen werden musste. Nach Angaben der Stadtwerke sei eine Fortsetzung des Gespräches aber noch nicht terminiert. Die Gespräche zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Traunwalchen mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein hingegen wurden im Juni dieses Jahres erneut bekräftigt. Nach Angaben der Werkleitung habe das Wasserwirtschaftsamt auch im Hinblick auf die kritischen Hochwassersituationen im August 2002 und im Juni 2013 eine rasche Prüfung beziehungsweise Bearbeitung zu gesichert. ga