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»Ball wie anno dazumal« zum Jubiläum

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Auch die Kindergarde ist natürlich beim Teisendorfer Faschingszug dabei, diesmal in neuen Kostümen. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Mit einem »Sing-Sang-Ball wie anno dazumal« am Unsinnigen Donnerstag um 20 Uhr im Gasthaus Alte Post feiert die Faschingsgesellschaft Sing-Sang Teisendorf ihre Vereinsgründung vor 25 Jahren. Die Feierlichkeiten klingen aus mit dem Faschingszug am Faschingssonntag: Ab 14 Uhr schlängelt sich der Gaudiwurm durch die Teisendorfer Ortsmitte. Zum Jubiläum ist auch eine kleine Festschrift erschienen.


Ein Blick in die Festschrift gibt einen Eindruck von der bereits bewegten Geschichte des jungen Vereins. Vier Vereinspräsidenten hatte dieser seit 1990, als zugleich der Ort Teisendorf sein 1200-jähriges Bestehen feierte: Dieter Klein (1990 bis 2005), Georg Krammer (bis 2008), Franz Wallner (bis 2013) und Rita Kapferer (seit 2013). Klein und Krammer sind inzwischen Ehrenpräsidenten.

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Die Geschichte des Teisendorfer Faschings reicht jedoch viel weiter zurück. Bereits 1881 gab es den ersten Faschingszug. Ab 1950 fanden am Faschingsdienstag kleinere, sehr originelle Umzüge statt. Der erste große Umzug war 1954. Ab den 1980er Jahren ging es in der Faschingshochburg Teisendorf stetig bergauf: Der Faschingszug und der Sing-Sang-Ball lockten immer mehr Besucher an.

1990, im Jahr der Vereinsgründung, platzte der Saal aus allen Nähten, und den Zug säumten bei Jahrhundertwetter Tausende von Zuschauern. Ein Jahr später, 1991, fiel der Zug wegen des Irak-Kuwait-Kriegs aus. 1993 stellte sich das erste Prinzenpaar des Vereins vor, seine Hoheit Martell I. und seine Lieblichkeit Michaela I. 1997 trat die neu gegründete Teisendorfer Garde beim Krönungsball in Salzburg erstmals auf.

2010 gab es eine Faschingshochzeit unter dem Motto »Zwoatausendzehn – wer mit wem?«. Stephanie und Michl trauten sich auf dem Misthaufenwagen vor dem Rathaus. Ein Jahr später wurde zum 130-jährigen Bestehen des Faschingszugs das Prinzenpaar Mathias I. und Anita I. gekrönt.

Der aufblasbare, rot-weiße Sing-Sang-«Gaudiwurm« führte den Zug erstmals 2012 an. Ein Jahr später lautete das Motto beim Faschingszug »Z'Fuaß geh'n ma«. Das »Wagenverbot« wurde inzwischen ein wenig gelockert: Neben den Faschingsgesellschaften dürfen eingetragene Vereine mit einem Wagen zum Umzug kommen. Alle anderen Gruppen sorgen wieder zu Fuß mit viel Fantasie für beste Stimmung und haben sicher so manche Überraschung parat. fb