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Balinesin auf bayerischem Bauernhof

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Maria Assinger (Pet Mühlberger, links) macht Matthias Höllriegl (Thomas Gartner) klar, dass sie ihn verlassen wird. Dessen Eltern Maria und Franz Höllriegl (Marlen Höflinger und Wolfgang Hechtl) leiden sehr unter diesem Entschluss.

Reit im Winkl – Eine überaus gelungene Premiere feierte der Theaterverein Reit im Winkl mit dem unterhaltsamen bayerischen Lustspiel »Allein unter Kühen« von Cornelia Willinger im Festsaal.


Immer wieder gab es von den zahlreichen Zuschauern Szenenapplaus für die von den Darstellern unter der Regie von Matthias Schlechter meisterhaft gespielte heitere Komödie über männliche Unabhängigkeit, balinesisches Kulturgut und die verzwickte Einmischung besorgter Eltern.

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Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Bergbauernsohn Matthias Höllriegl (Thomas Gartner). Er wird bereits von seiner dritten Frau Maria Assinger (Pet Mühlberger) verlassen. Sie zieht wieder zu ihrem Bruder Herbert Assinger (Peperl Neumaier). Nun kommt ihm keine mehr ins Haus, beschließt Matthias und will so auch seine Selbstständigkeit beweisen.

Seine Mutter Rosa (Marlen Höflinger) und ihr Mann Franz (Wolfgang Hechtl) leiden sehr unter diesem Entschluss, da der seit sieben Generationen in Familienbesitz befindliche Hof noch keinen Erben hat. Sie hecken aber einen raffinierten Plan aus. Beide täuschen Altersschwäche und beginnende Demenz vor. So dauert es gar nicht lange, bis Matthias mit der intensiven »Pflegebedürftigkeit« seiner Eltern hoffnungslos überfordert ist.

Mit Hilfe der geschäftstüchtigen Lisa Ramberg (Lisi Höflinger-Nayder) findet Rosa die heiratswillige Bauerstochter Palinda aus Bali (Steffi Grieshaber) als Altenpflegerin. Während Matthias keine Ahnung vom Komplott seiner Eltern hat, sind diese voll positiver Erwartungen: Bali – magische Insel der tausend Tempel und Götter, die zarte Seele Asiens. Wenn das kein gutes Omen ist!

Und so hält wenig später Palinda Einzug auf dem abgelegenen Bergbauernhof, mit so manch balinesischem Kulturgut im Gepäck. Die Frage ist nun, was sie dort alles erwartet und ob der Plan der Eltern am Schluss aufgehen wird. Tatsache ist jedenfalls, dass sie das Leben da gehörig durcheinanderwirbelt.

Matthias Schlechter, für den der Abend auch als Regieführender eine Premiere war, sprach von einer »tollen Truppe« bei diesem Stück, mit der er seit den ersten Proben Anfang Oktober zusammengearbeitet hatte. Der langanhaltende Beifalls des begeisterten Publikums bestätigte dies. Viele befolgten auch noch die Aufforderung Schlechters zum Verweilen im Saal, wozu die »Ruhpoldinger Tanzl-6er« wie schon zu Beginn und in den Pausen wunderschön aufspielten.

Weiter geht es mit dem wöchentlichen Spielplan des Theatervereins in der Saison jeweils am Donnerstag. »Millionen im Ehebett« heißt das nächste Stück am 28. Dezember. »Allein unter Kühen« ist das nächste Mal wieder am 4. Januar an der Reihe. sh

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