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Bald weiteres Bauland für Einheimische in Wonneberg

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Wonneberg – Mit den Bedenken und Anregungen zur geplanten Ausweisung von maximal drei Bauparzellen zwischen dem Wohngebiet »Weibhausen-Nordost II« und der Bahnlinie Traunstein-Waging befasste sich der Gemeinderat in Wonneberg in seiner jüngsten Sitzung.


»Grundsätzlich ist gegen die Erweiterung des Baugebiets nichts einzuwenden, da für einheimische Familien so die Möglichkeit geschaffen wird, sich sesshaft zu machen«, so die Anwohnerfamilien, die sich zu den Plänen geäußert hatten. Sie befürchten durch die Ausweisung weiterer Wohnflächen eine stärkere Verkehrsbelastung der oberen Dorfstraße.

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Gleichzeitig sei zu bedenken, dass ein Teil dieser Straße durch das Gelände eines seit rund 50 Jahren bestehenden Betriebs verlaufe. Das führe immer wieder zu erschwerten Be- und Entladearbeiten durch den Anwohnerverkehr. Deshalb hielten es die Anwohner für sinnvoll, das Wohngebiet mit einer zweiten Zufahrt zur kreuzungsfreien Einfahrt in Greinach an die Staatsstraße 2105 zu erschließen.

Die Mehrheit des Gemeinderats teilte die Einwendungen nicht. Durch die Vergrößerung des Wohngebiets um maximal drei Bauparzellen erhöhe sich das Verkehrsaufkommen auf der Dorfstraße nur unwesentlich. 1998 sei die Straßenführung streckenweise aufgeweitet und auf der ganzen Länge mit einer Straßenbeleuchtung ausgestattet worden. »Dadurch ist der Straßenverkehr sowohl flüssiger als auch sicherer geworden«, bekräftigte Bürgermeister Martin Fenninger. Die wenigen, noch vorhandenen Engstellen im Zufahrtsbereich kämen wegen der dadurch verlangsamten Fahrweise dem Sicherheitsbedürfnis der Anlieger eher entgegen, als dass von ihnen ein Gefahrenpotenzial ausgehen würde.

»Der Bau einer zweiten Anbindungsstraße über den Kramer-Berg zur dortigen Gemeindestraße wäre zwar wünschenswert, ist aufgrund der Ausbaukosten und der ungeklärten Grundstücksfrage derzeit aber nicht vertretbar«, gab Fenninger zu bedenken. Mittel- bis langfristig sei die Gemeinde aber darum bemüht, eine alternative Zufahrtsstraße zum Weibhauser Wohngebiet zu verwirklichen.

Eine zweite Zufahrt ins Neubaugebiet brachten auch einige Anwohner der Dorfstraße ins Gespräch. Dort habe seit der geänderten Straßenführung beim Gasthaus Alpenblick mit abknickender Vorfahrt die Verkehrsdichte deutlich zugenommen. Zudem seien die meisten dieser Verkehrsteilnehmer viel zu schnell unterwegs. Aufgrund der beengten und teils unübersichtlichen Verhältnisse sowie des erhöhten Verkehrsaufkommens hielten es die Anwohner für wünschenswert, einen Straßenabschnitt für den Anliegerverkehr zu sperren.

Auch in diesem Punkt vertrat die Mehrheit des Gemeinderats eine andere Auffassung. Man sei immer bestrebt, die Sicherheit der Straßen zu verbessern. Doch selbst wünschenswerte Verbreiterungen könnten nur dann vorgenommen werden, wenn die Gemeinde entsprechende Flächen dazu erwerben könne, erläuterte Bürgermeister Fenninger: »Aber diese Möglichkeiten sind in Weibhausen derzeit nicht gegeben.«

Von der Unteren Bauaufsichtsbehörde, der Unteren Naturschutzbehörde, von der Höheren Landesplanungsbehörde, dem Wasserwirtschaftsamt, der Deutschen Bahn sowie von den Gemeindewerken Waging kamen weitere Hinweise, Anregungen und Bedenken. Sie werden in die Planung eingearbeitet.

Darüber hinaus stimmte der Gemeinderat der Änderung des Flächennutzungsplans für das Gebiet »St. Leonhard West« zu. Hier sollen acht Bauparzellen ausgewiesen werden, die zum größten Teil dem Bauland-Einheimischenmodell der Gemeinde unterliegen. In einem nächsten Schritt werden ein Bebauungs- sowie ein Grünordnungsplan für den Bereich erstellt und anschließend öffentlich ausgelegt. mia