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Bald reguläre Jugendhilfeeinrichtung?

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Die jungen Flüchtlinge, die seit knapp einem Jahr in der Carl-Orff-Schule Traunwalchen wohnen, haben sich schon häuslich eingerichtet. Jetzt soll die Übergangseinrichtung eine reguläre Jugendhilfeeinrichtung werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Seit knapp einem Jahr leben in der Carl-Orff-Grundschule Traunwalchen unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Die Übergangseinrichtung war zunächst für ein Jahr geplant, wurde dann aber auf drei Jahre verlängert. Auf Anraten des Amts für Kinder, Jugend und Familie im Landratsamt Traunstein soll die Nutzungsdauer jetzt auf fünf Jahre verlängert werden, um aus der Übergangseinrichtung eine reguläre Jugendhilfeeinrichtung zu machen.


Dazu muss aber zunächst die Stadt Traunreut als Vermieter der Räume mit dem Vorschlag des Jugendamts einverstanden sein. In der Sitzung des Hauptausschusses am kommenden Dienstag um 16 Uhr werden Behördenvertreter das Vorhaben vorstellen. Um den Status einer Jugendhilfeeinrichtung zu erreichen, müssen nämlich weitere Umbaumaßnahmen vorgenommen werden.

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Die vor über einem Jahr getätigten Umbaumaßnahmen entsprechen nicht dem Status einer regulären Jugendhilfeeinrichtung, sagte Dr. Norbert Wolff vom Jugendamt dem Traunsteiner Tagblatt auf Nachfrage. Ziel des Jugendamts sei es, den Jugendlichen eine entsprechende Erziehung und Bildung zukommen zu lassen, damit sie letztendlich auch Fuß fassen können.

Nach Angaben der Traunreuter Stadtverwaltung müssten die jetzt zur Verfügung stehenden Räume etwa durch Türen oder Trennwände »kleinräumiger« gestaltet werden. Die Kosten für die weiteren Umbaumaßnahmen müssten ebenso wie die Kosten der ersten Umbaumaßnahmen von der Staatsregierung übernommen werden, die als Mieter der Räume auch für die Miete und die Nebenkosten aufkommen muss.

Vier leer stehende Klassenzimmer in den seit Anfang der 1970er Jahre bestehenden Gebäudetrakte der ehemaligen Grund- und Hauptschule wurden vor rund einem Jahr in Schlaf- und Gemeinschaftsräume umfunktioniert. An der Nordseite wurde ein separater Eingang angelegt, um den laufenden Grundschulbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Die Räume wurden neu gestrichen und es wurden pflegeleichte Böden verlegt. Außerdem mussten Duschen, verteilt auf zwei Etagen, neu installiert werden. Es gibt auch einen gemeinsamen Aufenthaltsraum mit einer Küche sowie Räume für den Unterricht und für das Betreuer-Personal der Jonathan Jugendhilfe. Diese bereits getroffenen Umbaumaßnahmen müssten jetzt zugunsten einer regulären Jugendhilfeeinrichtung erweitert beziehungsweise umgewandelt werden. Der Hauptausschuss muss zunächst eine Vorentscheidung treffen und diese dann dem Stadtrat zur endgültigen Absegnung empfehlen.

Ein weiteres Thema, das in der Hauptausschusssitzung vorberatend behandelt wird, betrifft die Genehmigung des Finanzierungsplans der Schützengilde Traunwalchen für den Einbau eines Schützenheims im neuen Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Traunwalchen. Die Entscheidung soll parallel in die Genehmigung der Entwurfsplanung des Feuerwehrgerätehauses mit einfließen, die in der Bauausschusssitzung am kommenden Mittwoch um 16 Uhr behandelt wird und dann als Gesamtpaket in einer der nächsten Stadtratssitzungen im Juli endgültig verabschiedet werden soll. Zu genehmigen ist auch der Nachtragshaushalt 2016 (vorberatend).

Im beschließenden Teil soll das Gremium eine Grundsatzentscheidung über die Zulassung von Informationsständen (unter anderem auch politischer Parteien und Wählergruppen) bei Märkten und ähnlichen Veranstaltungen fällen. ga

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