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Bajuwarenmuseum soll aufgepeppt werden

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Waging am See. Die neue Waginger Kulturreferentin Hedwig Witzleben will zusammen mit dem Verein für Heimatpflege und Kultur das Bajuwarenmuseum wieder etwas beleben. Der Internationale Tag der Museen am kommenden Sonntag wird als Anlass genommen, das Museum wieder mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu bringen. An diesem Tag ist der Eintritt für alle frei, und es gibt eine ganze Reihe von Aktionen.


Das Programm des Tags der Museen beinhaltet Führungen für jedermann, die im Museum starten, zu der Ausgrabungsstätte der Bajuwarengräber führen und dann im Bajuwarenhaus enden. Dort gibt es zusammen mit den in ihre »Tracht« gekleideten Mitgliedern der Waginger »Bajuwaren« Lagerfeuer-Romantik zu erleben.

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Buntes Programm für Kinder zusammengestellt

Zudem werden alte Techniken vorgeführt: Es wird gefilzt, Wolle wird gefärbt und gesponnen, eventuell werden auch Arbeiten am Haus, speziell am Boden, gezeigt. Der Vorsitzende des Heimatpflegevereins, Franz Patzelt, und andere Mitglieder sind an diesem Tag für die Führungen zuständig.

Im Museum stehen Malvorlagen für Kinder zum Mitnehmen bereit. Die Kinder können auch bei einem Quiz mitmachen und am Ende der Saison ein Skelett-T-Shirt gewinnen. Mit Metallfolien können Kinder das Prägen selbst ausprobieren, Mädchen können sich kleine Perlenketten basteln. Außerdem gibt es Glasperlen zu kaufen. Hedwig Witzleben wird noch ein Fotobuch erstellen, das Bilder von den Ausgrabungen und Vermessungen, das Zusammenbauen eines Skeletts und anderes mehr den Besuchern anschaulich vor Augen führen wird. Auch ein Film über das Leben der Bajuwaren läuft den ganzen Tag über im Museum.

Darüber hinaus soll ein Programm für Schulen erstellt werden, damit in Zukunft wieder vermehrt Schulklassen das Museum besuchen. Auch der Shop sollte etwas ausgebaut werden, findet Hedwig Witzleben, ohne viel Geld dafür ausgeben zu wollen, damit die Besucher, wenn sie möchten, vom Museum auch ein Souvenir mit nach Hause nehmen können.

Zwischen 1600 und 2000 Besucher pro Jahr

Im Gemeinderat erinnerte die Kulturreferentin daran, dass immerhin zwischen 1600 und 2000 Besucher pro Jahr ins Museum kommen, obwohl es relativ »still liegt und nicht so direkt Werbung gemacht wird«. Zusammen mit dem Verein für Heimatpflege und Kultur solle das Museum nun wiederbelebt werden.

Beim Verein für Heimatpflege und Kultur freut man sich sehr über diesen »Neubeginn«, so Vorsitzender Patzelt. In den letzten Jahren sei mit dem Museum wirklich nicht mehr viel los gewesen. Im Zuge dieses Neuanfangs bekommt laut Patzelt der Verein auch einen Depotraum im Museum zur Verfügung gestellt. Hier kann er die Fülle an Literatur, die er als langjähriger Heimatpfleger angesammelt hat, auslagern und sortieren, »dass man auch findet, was man sucht«. Zudem wird dieser Raum auch für Zusammenkünfte genutzt werden können. he