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Bahn zahlt für Amersberg rund 120 000 Euro

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Die Kosten für den Neubau der Brücke bei Amersberg werden nun doch zwischen der Deutschen Bahn und der Gemeinde aufgeteilt. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Bereits im August war die neu erbaute Bahnbrücke bei Amersberg eingeweiht worden. Bis auf ein paar kleine Restarbeiten wurde inzwischen auch das Umfeld fertiggestellt. Nun muss das Ganze noch verwaltungstechnisch abgeschlossen werden. Der Marktgemeinderat billigte in seiner jüngsten Sitzung den Entwurf der Kreuzungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn, der eine Kostenteilung vorsieht. Die Bahn müsste demnach noch einen Ausgleichsbetrag von 121 236 Euro an den Markt Teisendorf zahlen.


Bereits 1993 hatte die Bahn eine Planung für den Neubau erstellt. Durch das Eisenbahn-Kreuzungsgesetz ging die Unterhaltslast der Brücke an den Straßenbaulastträger, in diesem Fall also die Gemeinde, über. 2004 wurde eine Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der DB Netz AG über die Zahlung von 164 000 Euro durch die DB Netz AG für den Rückstand der Unterhaltslast geschlossen. Die Summe wurde noch im selben Jahr bezahlt.

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Die Bahn drängte auf zügige Sanierung, da sich an der Unterseite der Brücke bereits Betonteile lösten. Eine Sanierung war nicht mehr möglich. Eine Zeit lang drohte aus Kostengründen ein Abriss ohne Neubau, was die Anlieger, besonders die Landwirte, stark beunruhigte. Im März 2013 beschloss der Marktgemeinderat einstimmig den Abriss mit Neubau, da ein reiner Abriss nicht förderfähig war und der Unterschied zum Abbruch mit Neubau nur bei etwa 60 000 Euro lag. Die Gesamtkosten schätzte Bürgermeister Thomas Gasser bei der Einweihung auf rund 850 000 Euro, wovon 400 000 Euro durch Zuschüsse gedeckt seien.

Die Beteiligung der DB Netz AG an den Baukosten ist möglich, da die Brücke auf Wunsch der Bahn höher gebaut wurde als zunächst geplant. Mit der Bahn wurde die Kreuzungsvereinbarung laut Theo Steinbacher vom gemeindlichen Bauamt bereits größtenteils abgestimmt. Die endgültige Zustimmung stehe noch aus. Steinbacher riet, dass der Gemeinderat bereits jetzt die Vereinbarung genehmigt, um keine weitere Zeit zu verlieren. Auch Bürgermeister Thomas Gasser schlug in der Sitzung vor, dass der Marktgemeinderat der Vereinbarung zustimmt unter der Voraussetzung, dass sich keine wesentlichen Änderungen mehr ergeben. Andernfalls müsste der Vertrag dem Gemeinderat noch einmal vorgelegt werden.

»Ich glaube, dass wir mit dem Ergebnis recht zufrieden sein können«, begrüßte FWG-Sprecher Peter Schuhbeck die vorgesehene Kostenteilung. Dem pflichtete Steinbacher bei; er gab zu bedenken, dass sich die Förderung noch etwas verringern könne. Alois Stadler (CSU) fragte nach einer Kostenübersicht. Der Bürgermeister erklärte, dass er diese jetzt noch nicht vorlegen könne, da einige Schlussrechnungen fehlen und der genaue Fördersatz noch unklar sei. Johann Niederstraßer (FWG) bat, die Kostenübersicht nachzureichen, sobald sie fertig ist. Einstimmig folgten die Gemeinderäte dem Beschlussvorschlag. vm