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Bagger zerlegt Maxstraßen-Gebäude

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Die Abrissarbeiten an der Maxstraße gehen zügig voran. (Foto: Schwaiger-Pöllner)

Traunstein – Die Abrissarbeiten an der Maxstraße ziehen viele Schaulustige an: Passanten recken ihre Köpfe, um zu sehen, wie der große Bagger das Geschäftshaus, in dem zuletzt das »Nordsee«-Restaurant untergebracht war, Stück für Stück abträgt. Das Dach und ein Großteil des obersten Stockwerks sind bereits abgerissen.


Die Geschäftsleute in der Einkaufsstraße sind weniger begeistert von den Bauarbeiten (wir berichteten). Schließlich befürchten sie durch die damit verbundene, dreiwöchige Sperrung Umsatzeinbußen zwischen 50 und 60 Prozent. Und dass die Sorgen nicht völlig unbegründet waren, das kann Barbara Miller von Schreibwaren Miller bereits bestätigen. »Man merkt es deutlich an der Kundenzahl«, sagt sie. Sie schätzt, dass in den vergangenen Tagen etwa ein Drittel weniger Kunden in das Geschäft gekommen sind.

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Für Katrin Rührgartner von Gasthaus und Metzgerei Rührgartner ist es aktuell noch schwierig einzuschätzen, wie groß die Auswirkungen der Sperrung sind. »Die zweite Pfingstferienwoche ist generell ruhiger«, weiß sie aus Erfahrung, »schließlich sind viele verreist.« Und dazu käme, dass das heiße Wetter die Einkaufslust auch nicht gerade steigern würde. »Von daher ist das Ganze für mich noch schwer zu beurteilen«, sagt sie. Ihr Pluspunkt, das betont sie mehrmals im Gespräch, seien sicher die »vielen treuen Stammkunden«.

Bei der Stadt Traunstein trudelten seit Beginn der Sperrung keine weiteren Beschwerden von Anwohnern oder Passanten ein, wie der zuständige Abteilungsleiter Manfred Bulka im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt erklärt. »Ich denke, die Leute sehen auch, dass die Baufirma ihr Möglichstes tut.« Ohne zu viel Hoffnung wecken zu wollen, kündigt Bulka vorsichtig an, dass sich der Zeitplan vielleicht sogar unterschreiten lasse – »wenn alles optimal läuft«.

Die m-Generalbau GmbH aus Chieming investiert gut zehn Millionen Euro in ein neues Wohn- und Geschäftshaus an der Maxstraße. Der Abriss des alten Gebäudes ist recht aufwändig – unter anderem, weil es ein Reihenhaus ist und durch seine Hanglage an der Rückseite neun Stockwerke umfasst. san