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Bäume müssen Verbreiterung nicht weichen

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Die Industriestraße muss nach dem Gleisübergang in westlicher Richtung zum Wald hin um 1,5 Meter erweitert werden, damit die den neuen Wertstoffhof ansteuernden Lkw und Autos problemlos aneinander vorbeifahren können. (Foto: Reiter)

Traunstein – Der neue Wertstoffhof an der Industriestraße, der Ende des Jahres in Betrieb gehen soll, wird ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen mit sich bringen. Daher möchte die Betreiberfirma die Industriestraße an der dem Wald zugewandten Seite um rund 1,50 Meter verbreitern.


»Muss dafür auch der Wald zurückgesetzt werden, oder rückt die Straße dann nur näher an den Wald heran?«, wollte zweiter Bürgermeister Hans Zillner (CSU) in der Finanzausschusssitzung wissen.

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Bäume müssen für die Verbreiterung der Industriestraße nicht gefällt werden, versicherte Oberbürgermeister Christian Kegel (SPD). Eine Verbreiterung auf östlicher Seite ist nicht möglich, da der notwendige Abstand zum dort verlaufenden Industriegleis nicht einzuhalten wäre, so Kegel. Zudem entstünden der Stadt für die Verbreiterung keine Kosten, da diese von der Entsorgungsfirma übernommen werden. Die Ausschussmitglieder nahmen das Vorhaben zur Kenntnis.

Einem geplanten Zuschuss von insgesamt 180 000 Euro für das Ausbildungs- und Wasserrettungszentrum der DLRG Ortsverband Traunstein-Siegsdorf, das im Gewerbegebiet Hochstraße realisiert werden soll, stimmte der Finanzausschuss einstimmig zu.

Stadträtin Christa Fuchs (CSU) lobte das Engagement der DLRG, die »viel in die Jugendarbeit investiert«. Dem schloss sich auch dritte Bürgermeisterin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner an: »Immer weniger Kinder können schwimmen und die DLRG bietet Schwimmkurse an, damit ist der Zuschuss gut angelegtes Geld.« Zudem könne somit garantiert werden, dass der Ortsverein im Stadtgebiet bleibe.

Die Baukosten betragen rund 900 000 Euro, die Stadt bezuschusst das Vorhaben mit 20 Prozent. Der Zuschuss wird aufgeteilt auf die Haushaltsjahre 2018 bis 2020 mit jeweils 60 000 Euro. Die einzelnen Tranchen sind jedoch abhängig vom Baufortschritt.

Planmäßig verlaufen die Baumaßnahmen für den Erweiterungsbau der Kohlbrenner-Realschule. Der Finanzausschuss erteilte den Auftragsvergaben sein Einvernehmen ohne Gegenstimme. Lediglich ein Gewerk – das für die Metallbauarbeiten am Aufzugsschacht – kam erst gar nicht zur Abstimmung. Dafür wurde lediglich ein Angebot in Höhe von 217 000 Euro abgegeben, das damit deutlich über den von der Planungsfirma berechneten Kosten von gut 33 500 Euro liegt.

Der Auftrag für den geplanten, gläsernen Aufzugschacht konnte inzwischen schon zum dritten Mal nicht vergeben werden. Als »überhöht« bezeichnete Johannes Reichelt, Amtsleiter des Rechnungsprüfungsamts, den genannten Preis. Reichelt erklärte dies im Gespräch mit unserer Zeitung damit, dass die Wirtschaft und speziell Firmen, die diese Arbeiten ausführen können, dank der guten Konjunkturlage, derzeit sehr ausgelastet seien und keine Kapazitäten hätten. Die Nachfrage bestimme auch immer den Preis mit.

»Kann man den Schacht nicht stattdessen mauern?«, wollte Ernst Haider (UW) wissen. Alternativen werden nun geprüft, sagte Reichelt. Jedoch lasse der geplante Standort für den Aufzug, der nicht im Erweiterungsbau, sondern in einem angrenzenden Eck des bestehenden Schulhauses vorgesehen ist, eigentlich nur die Glasvariante zu. »Auf einer Seite ist dort bereits ein Fenster vorhanden, das man nicht zumauern wollte«, sagte der Amtsleiter auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. Kegel drängte in der Sitzung darauf, hier zeitnah eine Lösung zu finden.

Vergeben wurden folgende Aufträge: Verputzarbeiten: Fa. MUG'i/Waging 43 480 Euro; Rohrrahmen/Innentüren: Fa. Metallbau Grünleitner/Ering-Münchham 40 400 Euro; Treppenlift: Fa. Sana/München 25  698 Euro; Aufzugsanlage: Fa. Pfnür/Bischofswiesen 59 152 Euro; Faltschiebewand: Fa. Günther/Glatten: 8913 Euro; Holzfensterbänke: Fa. Schreinerei Hölzle/Chieming: 11 447 Euro).

Zugestimmt wurde auch der geplanten Erhöhung der Gastschulbeiträge für die Städtische Musikschule ab dem Schuljahr 2018/19. Bisher sind die Gastschulbeiträge im Vergleich zu anderen Musikschulen eher niedrig angesetzt. Darauf hatte sogar der Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen hingewiesen. vew

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