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Bärbel Schuster ist neue Vorsitzende des Verkehrsvereins

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Der scheidende Vorsitzende des Verkehrsvereins Grabenstätt, Manfred Ferling (von links), dessen frisch gewählte Nachfolgerin Bärbel Schuster und Bürgermeister Georg Schützinger blicken optimistisch in die Zukunft. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Die Jahreshauptversammlung des Verkehrsvereins Grabenstätt/Chiemsee stand ganz im Zeichen der Neuwahlen und der Verabschiedung des bisherigen Vorsitzenden Manfred Ferling, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte. Ferling hatte sich vor 18 Jahren spontan dazu bereit erklärt, die Nachfolge von Erhard Mack anzutreten.


Nur wenige Stunden, bevor die bisherige Schriftführerin Bärbel Schuster zur neuen Vorsitzenden gewählt wurde, hatte man Mack zu Grabe tragen müssen. Neuer Schriftführer ist Gerald Schenk. Für drei weitere Jahre im Amt bestätigt wurde Zweite Vorsitzende Christl Stefanutti. Beisitzer sind Hildegard Pöschl, Sieglinde Abeska und Georg Schützinger. Komplettiert wird die Vorstandschaft von Marion Wagner als Leiterin der Tourist-Information Grabenstätt. Klaus Schmid und Gerhard Wirnshofer bleiben Kassenprüfer.

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Vertrauensvolle Zusammenarbeit

»Ich habe mit meinen Mitstreitern immer konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet und habe die 18 Jahre an der Spitze des Vereins nie bereut«, blickte Ferling auf »eine schöne Zeit« zurück. »Ohne die Tourist-Info wäre es nicht gegangen«, bedankte er sich bei Marion Wagner und würdigte die Verdienste seiner langjährigen Stellvertreterin Christl Stefanutti.

Mit 41 767 Übernachtungen habe man ein Plus von 7,6 Prozent und mit 11 455 Gästeankünften sogar ein Plus von 28 Prozent verzeichnen können, freute sich Ferling über ein »mehr als zufriedenstellendes« Tourismusjahr 2012: »Bei den Übernachtungen haben wir nach längerer Zeit wieder die 40 000-Schallmauer überschritten, damit sind wir kein ganz kleiner Tourismusort mehr, sondern entwickeln uns in die Mitte«.

Leider gebe es in Ruhpolding nicht jedes Jahr eine Biathlon-WM. Sehr gut verlaufen seien auch die naturkundlichen Führungen und Vogelbeobachtungen mit 328 Teilnehmern. Mit Unverständnis reagierte Ferling auf das »Kompetenz-Gerangel« zwischen dem Chiemgau-Tourismus (Traunstein) und dem Chiemsee-Alpenland Tourismus (Rosenheim). »Wir brauchen dringend einen touristischen Dachverband 'Chiemsee'«, forderte Ferling und schob den Wunsch hinterher, das »Kasperltheater« zum Wohle der Gäste, Touristiker und Gastgeber zu beenden.

Nach wie vor fehle die Möglichkeit, »einen vollen Bus in einer Unterkunft unterzubringen«, erinnerte Ferling an den »dringenden Hotelbedarf«. Lobend erwähnte er das neue Römermuseum und die Dauerausstellung »Chiemgau-Impakt« in der Schlossökonomie. Dank der Mückenbekämpfung könnten die Urlauber endlich wieder aus ihrem Auto aussteigen, »ohne gleich aufgefressen zu werden«. Abschließend regte Ferling die verstärkte Mitgliederwerbung, die Nutzung der Sport- und Mehrzweckhalle für touristische Zwecke und Werbung am Tankzentrum und in der Hirschauer Bucht (Informationsterminal) an. Vermieter sollten mit ihren Gästen noch mehr an Brauchtumsabenden, Standkonzerten und dergleichen teilnehmen.

Auch wenn die Gäste- und Übernachtungszahlen zunahmen, habe sich die »durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 4,1 auf 3,5 Tage verkürzt«, bilanzierte Marion Wagner. Der Trend habe sich damit fortgesetzt. Die meisten deutschen Urlauber kamen aus Bayern (21,9 Prozent), gefolgt von Baden Württemberg (10,7 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (9,6 Prozent). 15 Prozent der Gäste reisten aus dem Ausland an – ein Rückgang um sechs Prozent. Für langjährige Treue waren 21 Urlauber geehrt worden. Angelika und Lothar Böttcher aus Herzberg am Harz waren bereits zum 40. Mal zu Gast. Laut Wagner »stellen 44 aktive Vermieter 311 Gästebetten zur Verfügung«. Alle 44 seien im IRS erfasst, 14 seien online. Nachdem sie die Werbegemeinschaft »6 am Chiemsee« und die letztjährigen Schwerpunkte vorgestellt hatte, hoffte Wagner »auf eine gute Saison 2013«.

Nur drei Ballone wurden gefunden

Besondere Erwähnung fand auch der Kinderluftballonwettbewerb. Erstmals habe es nur drei Rückmeldungen gegeben. Der weiteste Ballon sei nur bis Schneizlreuth geflogen, so Ferling. Im Rahmen der Sonderverlosung für Mitglieder gingen die Preise eins bis drei an Hildegard Gaßner, Angela Wirnshofer und Leni Hille.

Kassier Martin Gries konnte von einem erfreulichen Kassenstand berichten. »Es ist immer gut, wenn man etwas in petto hat« und nicht auf dem Zahnfleisch daherkomme, lobte Ferling die soliden Finanzen des Vereins.

Bürgermeister Georg Schützinger strich abschließend die wichtigsten Wegmarken der 18-jährigen Vorstandschaft Ferlings heraus. Christina Berger tat dies mit einem humorvollen Bildervortrag. »Du bleibst uns ja als Gastgeber und Ratgeber erhalten«, wandte sich Wagner persönlich an Ferling. mmü