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Bad und Ortsmitte Inzell liegen Senioren am Herzen

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Inzell. Der Fortbestand des Inzeller Badeparks, die Sanierung der Ortsmitte und die in der Praxis freilich schwierige Freihaltung der Gehsteige von Schnee liegen den Inzeller Senioren am Herzen. Dies zeigte sich beim »Politischen Weißwurstfrühstück« der CSU im Café Vroni, bei dem sich Senioren, Aktive aus der Seniorenarbeit wie die Behinderten- und Seniorenbeauftragte Maria Hültner und CSU-Gemeinderatskandidaten trafen.


Einleitend setzte sich Bürgermeister Martin Hobmaier gegen Vorwürfe von konkurrierenden Kandidatenlisten zur Wehr: »Wer mich kennt, weiß, dass ich keine Informationen zurückhalte. Ich hätte ja nichts davon«, betonte er. Informationen für die Bürger gebe es unter anderem über die Internetseite der Gemeinde und bei den Bürgerversammlungen, wo es in den letzten Jahren nicht viele Fragen gegeben habe. Daraus könne man schließen, dass die Bürger zufrieden sind mit der Informationspolitik.

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»Aber ich bin immer offen für Anregungen«, ergänzte Hobmaier. Zur Kritik an seinem Vorgehen in Sachen Olympia stellte Hobmaier klar, dieses Thema sei eine Entscheidung des Bürgers gewesen. Er habe zuerst die Vereinsvorstände eingeladen und über das Konzept informiert. »Gemeinderatsbeschlüsse wären erst im Nachhinein erforderlich gewesen«, betonte er. Die Kritik werde er weitergeben nach München: »Diese Kampagne war sicher nicht gut.«

Zum Thema Tourismus hob er hervor, die Planziele des Schladminger Leitbildes seien »zu 90 Prozent umgesetzt«, bis auf die Tieferlegung der Bundesstraße, die künftig noch erfolgen könne, und die Verbesserung der Ortsmitte. Hier sei man auf einem »guten Weg« und entwickle das Konzept mit den Bürgern.

Zum Vorschlag der Belebung des Feriendreiecks durch seine politischen Gegner sagte der Rathauschef: »Die einen reden davon, wir machen's.« Er verwies auf die Leader-Gemeinschaft, der er vorsteht, die fortgeschrittenen Bemühungen um eine gemeinsame Mountain-bikeregion und den für Anfang 2015 geplanten Erlebnis-Langlaufmarathon von Inzell bis Reit im Winkl.

Als weitere Schwerpunkte nannte der CSU-Bürgermeisterkandidat die Unterstützung des Gewerbes und Angebote für Familien wie die Musikschule. Für ihre Senioren habe die Gemeinde im Chiemgau-Stift Pflegeplätze mit sozialem, christlichen Hintergrund geschaffen und engagiere sich im Ort für Barrierefreiheit.

Zum Thema Eishalle erklärte er auf Bitte von Rudi Heitauer, wie die Baukostenerhöhung um etwa 1,4 Millionen Euro zustande kam: Es seien mit deutlichen Mehrheiten im Gemeinderat viele Zusatzwünsche verwirklicht worden, wie die Verlegung des Entwässerungskanals vom Zwingsee, der vorher durch das Eisstadion lief, für 600 000 Euro, die Komplettumfahrung für die Rettungsfahrzeuge für 625 000 Euro, der Umbau des Kabinentraktes im Altgebäude für 200 000 Euro, die Glasbande fürs Eishockeyfeld für 100 000 Euro oder die Sitze.

Auf die Frage nach der Zukunft des Gebäudes des ehemaligen Seniorenheims Inzell in der Schulstraße sagte der Rathauschef, der Mieter zahle nach wie vor seine Miete und suche einen neuen Betreiber, um das Haus wieder zu eröffnen.

Bewohner der Chiemgau-Residenz beklagten sich, dass die Autos in der 30er-Zone in der Bauhofstraße viel zu schnell fahren würden, und dass im Winter der einzige Gehsteig vom Räumdienst mit Schnee zugeschüttet werde, ebenso wie der Parkplatz des »Inzeller Hofs«. Der Bürgermeister sprach sich dennoch dafür aus, am bewährten Schneeräumkonzept festzuhalten.

»Unser Hallenbad ist einmalig schön«, betonte eine ältere Besucherin. Älteren Menschen sei es nicht zuzumuten, immer ins Bad nach Ruhpolding zu fahren, zumal dieses ein Wellenbad sei. Hobmaier erklärte, er habe nicht gesagt, dass das Inzeller Bad aufgelöst werden soll. Aber die Gemeinde wolle eine Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen erarbeiten und dabei die Kosten, Nutzungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven in den Blick nehmen.

Ein Besucher sprach das Problem der fehlenden Parkplätze an der Sulzbach-Loipe an. Hobmaier erklärte, dass ein Zugang vom Wertstoffhof aus, wo auch beschneit werden solle, geplant sei. vm