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B304 in St. Georgen: Ampelbau ab Mittwoch

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Traunreut – Bereits am Mittwoch beginnen die Arbeiten an der neuen Ampelanlage in St. Georgen, die Ende des Monats in Betrieb gehen soll.


Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verbesserung des Verkehrsablaufs errichtet das Staatliche Bauamt Traunstein an der Kreuzung der B304 mit der Irsinger Straße und der Kreisstraße TS-42 (Werner-von-Siemens-Straße) in St. Georgen eine Ampelanlage.

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Begonnen wird mit den notwendigen Fundamenten am Mittwoch, den 5. April. An der Fußgängerunterführung werden die schadhaften Kappen in diesem Zuge gleich mit saniert. Die Tiefbauarbeiten und die Arbeiten an der Geh- und Radwegunterführung dauern voraussichtlich bis zum Freitag, den 21. April.

Ab Montag, den 24. April, soll schließlich die Anlage mit Masten, Signallichtern und Steuerungselementen aufgestellt werden, die dann am 28. April in Betrieb genommen werden soll.

Wir sind gespannt auf Eure Meinung!

 

Die Arbeiten werden während des laufenden Verkehrs stattfinden. Dabei kann es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Kosten in Höhe von rund 36 000 Euro übernimmt zu zwei Dritteln das Staatliche Bauamt Traunstein und zu einem Drittel der Landkreis Traunstein.

Die gefährliche Kreuzung in St. Georgen ist schon lange Gesprächsthema. Zuletzt wurde die geplante Tieferlegung der Bundesstraße auf Eis gelegt.

Kreuzung ist ein "Unfallschwerpunkt" im Landkreis

An der Kreuzung in St. Georgen ereigneten sich in den letzten Jahren sehr viele Unfälle. Die Kreuzung musste immer wieder als sogenannter „Unfallschwerpunkt“ im Landkreis ausgewiesen werden. Die Auswertung der letzten Unfälle zeigte, dass vor allem das Einbiegen in die hoch belastete Bundesstraße von der Kreisstraße TS-42 und von der Irsinger Straße zu den meisten Unfällen führte.

Durch die stationäre Blitzereinrichtung in der Zone, die auf 60 km/ beschränkt ist, konnte ein Rückgang der Unfälle verzeichnet werden. Die Teilbeampelung soll die Verkehrssicherheit weiter erhöhen und das Einfahren in die B304 wesentlich erleichtern.

Und wie funktioniert die Anlage genau?

Bei einem Rückstau auf der Kreisstraße aus Traunreut oder auf der Irsinger Straße wird der Verkehr auf der Bundesstraße durch die Signale K1 und K2 angehalten.

Der Rückstau auf den beiden Nebenstraßen wird durch Schleifendetektoren im Straßenbelag erkannt (im Plan D 30, D 31, D 40 und D 41). Diese Schleifen lösen aus, wenn ein Fahrzeug eine bestimmte Zeit auf den Detektoren steht.

Um einen Rückstau auf den Bahnübergang an der B304 zu vermeiden, wird das Verkehrsgeschehen auf der Bundesstraße mit einer Videodetektion beobachtet. Erkennt die Kamera einen Rückstau bis in die Nähe des Bahnüberganges, schaltet die Ampel für die B304 wieder auf "grün" und der Verkehr kann weiter fließen.

Die Anlage wird nicht an den Bahnverkehr gekoppelt. Dies war Voraussetzung, um eine Teilbeampelung unter Zustimmung der Südostbayerbahn umsetzen zu können.

Eine vollständige Beampelung der Kreuzung in St. Georgen hätte nur durch eine so genannte Bahnübergangssicherungsanlage erfolgen können. Dazu hätten die Steuerungsanlagen der Bahn mit denen des Straßenverkehrs gekoppelt werden müssen. Die Kosten für eine derartige Anlage würden in die Millionen gehen und ein förmliches Rechtsverfahren erfordern.

Die Kosten für eine solche Anlage würden deshalb so hoch ausfallen, weil derzeit die Steuerungstechnik der Bahnanlagen im Bereich des Haltepunktes Hörpolding und im Bereich der beiden Bahnübergänge noch mittels veralteter Seilzugtechnik betrieben werden und eine Umrüstung auf elektrische Steuertechnik erfolgen müsste.

Aus diesen Gründen entschied man sich in Abstimmung mit der Stadt Traunreut, dem Landkreis Traunstein, der Südostbayernbahn, der Polizei und der Verkehrsbehörde, die Kreuzung mittels einer Teilbeampelung sicherer zu machen. Die Teilbeampelung wird verkehrsabhängig mit mordernster Steuerungs- und Detektionstechnik betrieben.

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Am Verkehrsknotenpunkt in St. Georgen wird zwischen Juli und September eine Geschwindigkeitsüberwachungsanlage installiert, um die Autofahrer anzuhalten, den Fuß vom Pedal zu nehmen. Bei dieser Messanlage, die rund um die Uhr geschaltet sein wird, handelt es sich um ein einjähriges Pilotprojekt des Innenministeriums. (Foto: Rasch)