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Autobahn ab heute Nachmittag frei befahrbar

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Grabenstätt. Eine gute Nachricht für die Autofahrer in der Region hat die Autobahndirektion Südbayern: Die A 8 München – Salzburg ist ab dem heutigen Samstagnachmittag in beide Richtungen wieder auf beiden Fahrspuren befahrbar. Die Ausfahrt Grabenstätt kann vorerst nur in Richtung Salzburg geöffnet werden. Die Auffahrt von Grabenstätt in Richtung München wurde so schwer beschädigt, dass hier die Bauarbeiten bis Ende Juni andauern werden.


Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Siegsdorf und der Firma Swietelsky haben seit Dienstag rund um die Uhr gearbeitet, und das unmöglich Scheinende geschafft, die schnelle Wiederöffnung beider Fahrspuren in beide Richtungen. »Wir hatten großes Glück, dass wir die Firma noch am Sonntag verpflichtet haben. Im Moment kriegen sie im Bereich Traunstein keinen Bagger gemietet«, erklärte Pressesprecher Josef Seebacher auf Anfrage.

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Auch die Autobahnmeisterei hatte mit den durch die Vollsperrung bedingten Staus zu kämpfen: »Die Fräse kam aus dem Raum München und stand ebenso wie alle anderen im Stau.« An den Staus sehe man gut, was für eine Bedeutung eine Autobahn habe. »Das kann schnell problematisch werden, auch mit der Belieferung der Supermärkte zum Beispiel«, so Seebacher.

Mit der heutigen Öffnung aller vier Fahrspuren entfiel allerdings die zunächst für gestern angekündigte Öffnung zweier Spuren Richtung Salzburg – »das hätte uns zu viel Zeit gekostet«. Denn mit jeder Änderung einher gehen Änderungen an der Markierung, den Schutzplanken und der Beschilderung.

Die Autobahndirektion rät also Verkehrsteilnehmern dazu, die benachbarten Anschlussstellen Bergen und Übersee zu benutzen. Wer allerdings aus Richtung München kommt und ins Achental möchte, sollte daran denken, dass die Staatsstraße 2096 zwischen Grabenstätt und Übersee nach wie vor total gesperrt ist, weil bei dem Hochwasser auf etwa 150 Meter Länge unterhalb der Bahnstrecke die komplette Straße weggerissen wurde.

In Fahrtrichtung München wird außerdem noch bis Ende Juni direkt neben dem fahrenden Verkehr an der Wiederherstellung des Autobahndammes und der Entwässerungsleitungen gearbeitet. Daher wird in diesem Bereich die Geschwindigkeit auf 80 km/h beschränkt.

Aufgrund des zurückgehenden Hochwassers könnten jedoch kurzfristig jederzeit weitere Schäden an der Autobahn durch Setzungen und Ausspülungen auftreten, so Seebacher. Die Autobahnmeisterei sei derzeit regelmäßig im Einsatz, um Schäden schnellstmöglich zu beseitigen. »Sollten weitere Schäden auftreten, kann es auch ganz kurzfristig noch einmal zu weiteren Sperrungen kommen.«

Eine Sperrung, die sich nicht mehr habe vermeiden lassen, sei die bereits angekündigte Vollsperrung zwischen Siegsdorf und Bad Reichenhall in der Nacht zum Sonntag von 19 bis 8 Uhr. Erforderlich werden die Vollsperrungen für den Abbruch der Brücken über die Autobahn im Zuge der Gemeindeverbindungsstraße Bernbichl – Kressenbach bei Neukirchen und im Zuge des Feldwegs bei Nagerl im Pidinger Ortsteil Urwies, die erneuert werden müssen, weil sie so marode sind. coho