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Auf zusätzliche Schnelltests mussten Grundschüler in Traunstein und Surberg am Dienstag ausweichen, weil ihre PCR-Pooltestergebnisse noch nicht vorlagen. Foto: dpa

Auswertung der PCR-Schultests laut Schulamt ohne große Verzögerungen

Etwas verunsichert waren Eltern der Ludwig-Thoma-Grundschule und der Surberger Grundschule, weil am Dienstagmorgen noch keine Ergebnisse der PCR-Pooltests eingetrudelt waren. Normalerweise waren die Ergebnisse bisher verlässlich im Laufe des Montagabends per E-Mail gekommen, für die Schüler, die stets montags ihre Pooltest-Proben in der Schule abgeben. Steht den Grundschulen in der Region ein »Blindflug« bevor, weil die Labore mit der Auswertung der PCR-Tests überfordert sind? 


Auf Nachfrage beim Schulamt heißt es, dass »dies derzeit noch Einzelfälle sind, die jedoch zunehmen könnten«. So äußert sich auch eine Sprecherin des Staatsministeriums für Gesundheit: »Akute Engpässe dergestalt, dass Proben nicht mehr ausgewertet werden können, sind derzeit nicht bekannt.« Aktuell seien laut Gesundheitsministerium ausreichend Tests und Testmaterial vorhanden, um Schülerinnen und Schüler an Grund- und Förderschulen mit PCR-Pooltests zu testen.

Von einem »Blindflug« könne man laut Schulamt keinesfalls sprechen, da das Prozedere in einem solchen Fall genau vorgegeben ist. »Wenn das Ergebnis des PCR-Pooltests bis zum Abend des Testtags nicht vorliegt, so unterzieht sich die komplette Klasse am kommenden Schultag einem Schnelltest. So wird bereits seit Einführung der PCR-Pooltests verfahren. Wenn der Pool-Test positiv ausfällt, jedoch die Rückstellproben nicht auswertbar sind, muss sich die ganze Klasse einer PCR-Testung unterziehen und bis zum Vorliegen der Ergebnisse als Verdachtsperson in Quarantäne bleiben.«

Doch was ist mit den Klassen, die turnusmäßig dienstags und donnerstags ihre Proben abgeben? »Seit Ende der Weihnachtsferien kommt immer montags für die Gruppen, die zu den PCR-Pooltests turnusmäßig am Dienstag und Donnerstag anstehen, zusätzlich ein Schnelltest hinzu. Die Schnelltests reagieren eher empfindlicher – wir haben stets mehr falsch positive Schnelltestergebnisse als danach auch positive PCR-Test Ergebnisse.«

Auch die Häufigkeit der Selbsttests ist vorgegeben. In der Mittelschule und den anderen weiterführenden Schulen werde derzeit dreimal pro Woche mit Schnelltests getestet (Montag, Mittwoch und Freitag). Nach den Faschingsferien werden die PCR-Pooltests auf die Jahrgangsstufen 5 und 6 ausgeweitet werden, teilt das Schulamt mit. Sobald ein Infektionsfall in einer Klasse auftritt, wird das intensivierte Testregime angewendet und täglich getestet.

Eine generelle Rückkehr zum Homeschooling steht auch angesichts der »Omikron-Welle« derzeit nicht im Raum, wie das Staatliche Schulamt auf Nachfrage mitteilt. Wenn es partiell einzelne Klassen gebe, die in Quarantäne gingen, so habe dies mit einem Ausbruchsgeschehen innerhalb einer Klasse zu tun. »Ab dem zweiten positiven Indexfall, der auf ein unkontrolliertes Infektionsgeschehen innerhalb einer Klasse zurückzuführen ist, geht eine Klasse derzeit in Quarantäne«, teilt das Schulamt mit. »Es erfolge keinesfalls zwangsläufig ein Homeschooling für den Fall, dass die PCR-Testergebnisse nicht rechtzeitig zu Schulbeginn vorliegen sollten.« Dann verblieben im Gegenteil alle Kinder in der Präsenz und unterlägen dem verschärften Testregime – also täglichen Testungen. Sollte hierbei wiederum ein Schnelltestergebnis positiv ausfallen, so gehe das Kind sofort in die Isolation, mache einen PCR-Test und müsse so lange zu Hause bleiben, bis entweder ein negatives PCR-Test-Ergebnis oder bis frühestens ab dem fünften Tag ein weiteres negatives externes Schnelltestergebnis vorliege. Für die Traunsteiner und Surberger Grundschule gab es indes auch bereits Entwarnung, die Ergebnisse der Montagsproben wurden mit Verzögerung am Dienstag zugestellt.

vew

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