Ausweichquartiere für TSV Teisendorf gefunden

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Das Dachgeschoß der Grundschule Oberteisendorf bekommt einen provisorischen Boden, damit übergangsweise die Tischtennis-Abteilung des TSV Teisendorf dort trainieren kann. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf – Für den TSV Teisendorf hat die Marktgemeinde Teisendorf Ausweichquartiere für die Bauphase zur Sanierung und Erweiterung der Teisendorfer Turnhalle ab dem Frühjahr 2015 gefunden. Einstimmig beschloss der Gemeinderat nun, das Dachgeschoß der Grundschule Oberteisendorf und geeignete Räume in der Schule Mehring übergangsweise den Sportlern zur Verfügung zu stellen. Der Gemeinderatsbeschluss vom 13. März 2013, in der Schule Oberteisendorf keine außerschulische Nutzung zuzulassen, wurde für diese Ausnahmeregelung vorübergehend ausgesetzt.


Auch Sportgeräte könnten Platz in Mehring finden

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Wie Bürgermeister Thomas Gasser berichtete, hatte eine Delegation des TSV Teisendorf eine Rundtour zur Besichtigung passender Ausweichräumlichkeiten unternommen. Gesucht wurden vor allem Lösungen für die Abteilungen Judo und Tischtennis sowie zur Unterbringung diverser Sportgeräte. Laut Gasser wären die großen Klassenzimmer der Schule Mehring für die Judoka geeignet, die Tischtennis-Abteilung könnte zeitweise im Dachgeschoß der Grundschule Oberteisendorf trainieren. Der Heizaufwand dürfte sich nach Rücksprache mit dem Architekturbüro in Grenzen halten, da das Dach sehr gut isoliert ist und die Temperatur auch in den zurückliegenden, kalten Tagen nicht unter 17 Grad sank.

400 Quadratmeter der insgesamt 470 Quadratmeter Dachbodenfläche könnten die TSV-Sportler nutzen. Derzeit ist der Boden aus Rohbeton. Die Gemeinde plant nun einen provisorischen Bodenaufbau mit einer Isolierung, die für den späteren Dachgeschoß-Ausbau ohnehin nötig ist. Das verursacht Kosten von knapp 13 000 Euro. Da auch noch die Beleuchtung fehlt, schätzt die Gemeinde die Gesamtkosten auf etwa 19 000 Euro brutto.

Der Vorschlag der Verwaltung fand allgemeine Zustimmung im Gemeinderat. Johann Niederstrasser (FWG) begrüßte diese preiswerte Lösung. CSU-Rat Andreas Neumeier regte an, den alten Gemeinderatsbeschluss bezüglich der Schulnutzung nicht, wie ursprünglich vorgeschlagen, aufzuheben, sondern nur auszusetzen, um keine Begehrlichkeiten zu wecken. Dem pflichtete SPD-Rat Georg Quentin bei.

Alois Stadler (CSU) wollte wissen, ob mit diesen beiden Quartieren für den TSV alles abgedeckt sei. Laut Gasser ist auch noch Stauraum für die Sportgeräte nötig, die in Mehring Platz finden könnten; vorher werde jedoch nicht mehr Brauchbares aussortiert. Für die Turner, die auch Turngeräte zum Trainieren brauchen, suche man noch Lücken im Belegungsplan anderer Sporthallen. Stadler zeigte sich von der günstigen Lösung ebenfalls begeistert; andere Gemeinden müssten in solchen Fällen zum Teil mobile Hallen aufstellen.

Norbert Schader sprach von der »idealsten Lösung«

Die »idealste Lösung« nannte Zweiter Bürgermeister Norbert Schader (FWG) die vorgeschlagenen Ersatzquartiere. Er plädierte dafür, die Kosten durch die Gemeinde zu übernehmen, da der TSV durch die Auslagerung genug belastet sei, etwa mit Fahrtkosten. Rupert Helminger (CSU) schlug vor, dass sich der Verein an den Kosten mit Arbeitsleistung beteiligt.

Nach dem Aufwand für die Reinigung erkundigte sich Anita Niederstraßer (FWG). Die Gemeinde prüft laut Gasser, ob die Sportler die sanitären Anlagen der Oberteisendorfer Turnhalle nutzen können. Nach den Kosten in Mehring fragte Hans Rauscher (SPD). Der Zeitraum, in dem dort geheizt werden muss, sei absehbar, erläuterte der Rathauschef. Ein Umbau von Räumen sei dort nicht erforderlich. Die Sportler nähmen hier Einschränkungen in Kauf, etwa, dass sie daheim duschen müssen. vm

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