weather-image
21°

Ausweichparkplatz für Brückner in Haunerting

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Das Bild zeigt das Gelände des geplanten Behelfsparkplatzes der Firma Brückner zwischen der Autobahn und der Traunfeldstraße im Bereich Haunerting. Die Zufahrt erfolgt etwa vom Standort des Fotografen aus. (Foto: Krammer)

Siegsdorf – In der vergangenen Sitzung hatte die Brückner Group dem Gemeinderat ihre Zukunftsplanung für das Betriebsgelände zwischen Breslauer- und der Königsbergerstraße vorgestellt. Dabei sollen in einem ersten Schritt zwei mehrgeschoßige Parkhäuser entstehen. Während der Bauphase können aber die Betriebsparkplätze nicht oder nur teilweise genutzt werden.


Als Übergangslösung soll daher in Haunerting zwischen Autobahn und Bebauung an der Traunfeldstraße ein Behelfsparkplatz entstehen. Die Einfahrt erfolgt von Westen südlich der Durchfahrt zum Sportplatz, also von der Breslauerstraße gegenüber dem Betriebsgelände Nowofol. Der Ausweichparkplatz mit 357 Stellplätzen soll nur während der Bauzeit (etwa zwei Jahre) betrieben werden und wird so ausgeführt, dass die Zufahrt nur für Autos möglich ist. Zur Wohnbebauung an der Traunfeldstraße und zur südlich vorbeiführenden Bahnlinie wird ein 2,50 Meter hoher Lärmschutzwall aufgeschüttet, die Parkflächen werden nur gekiest.

Anzeige

Die Anlieger wurden bereits von der Firma Brückner informiert, auch werden die Nutzer angewiesen, die Stellplätze ausschließlich über die Breslauerstraße anzufahren, um eine Mehrbelastung der Haunertingerstraße zu vermeiden. Im Flächennutzungsplan ist die Fläche als »Talauen« ausgewiesen, ein Bebauungsplan existiert nicht. Bei einer Vorbesprechung im Kreisbauamt wurde aber die Genehmigungsfähigkeit für eine zeitlich befristete Lösung bereits signalisiert.

Ohne weitere Diskussion stimmte der Gemeinderat zu und befasste sich dann ebenso zügig mit der Änderung des Flächennutzungsplans, die ausschließlich den Bereich »Augraben«, also das Gelände des »Bayernparks« in Hörgering, umfasst. Im Parallelverfahren wird dazu der Bebauungsplan »Augraben« aufgestellt, mit dem sich das Gremium bereits in der Sitzung zuvor beschäftigt hatte. Die Stellungnahmen der Behörden konnten daher mit Verweis auf das Bebauungsplanverfahren unkompliziert beantwortet oder widerlegt werden. Die Regierung von Oberbayern forderte zudem eine nachvollziehbare Darlegung des Flächenbedarfs für die geplante Wohngebietsausweisung und forderte den größtmöglichen Ausschluss von Zweitwohnungen.

Die Gemeinde sieht in ihrer Stellungnahme aufgrund der Struktur der Wohnanlage und vielen »Einheimischen-Grundstücken« keine Gefahr von Zweitwohnungsbau und verwies auf die Darlegung der Notwendigkeit von Wohnbauflächen im gleichzeitig laufenden Bebauungsplanverfahren.

Auch die Belange des Forstamts wurden bereits im Zuge des Bebauungsplans gewürdigt. Aus der Bevölkerung gingen keine Bedenken und Anregungen ein. Der Gemeinderat billigte daher den Planentwurf zur Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Siegsdorf und die dazugehörige Begründung mit Umweltbericht, die nun beide öffentlich ausgelegt werden. FK