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Ausstellungsbestand wird digitalisiert

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Chieming. Die Mitglieder des Freundeskreises Heimathaus Chieming wollen ihr historisches Wissen bewahren. Dazu will der Verein nun den gesamten Ausstellungsbestand und das Bildmaterial digitalisieren. Das kündigte der Vorsitzende Hubert Steiner bei der Jahreshauptversammlung an.


»Wir können das Erbe nicht in einem Schuhkarton im Schrank lassen«, so Steiner. Es komme eine große Aufgabe auf den Verein zu, die sich aber nicht mehr aufschieben lasse. Seit Jahren sei er auf der Suche nach einem geeigneten Computerprogramm. Nun sei er fündig geworden: Das Landesamt für Denkmalpflege stellt eines kostenlos zur Verfügung. Auch die Einarbeitung ist inklusive. Das Programm vernetzt die teilnehmenden Museen, sodass Exponate zum Beispiel für Ausstellungen ausgetauscht werden können. Einzig die Digitalisierung des Bildmaterials wird den Verein etwas kosten. »Aber daran soll es nicht scheitern«, so Steiner. Die Bilder müssten auch nachträglich beschriftet werden. »Wir sollten das machen, solange noch genügend hier sind, die wissen, was auf den Dias zu sehen ist«. Dies sei ein erster Schritt in die Zukunft.

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Steiner sprach zu Beginn über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr: Volksmusikabende, Vorträge und historische Dorfführungen gehörten dazu, außerdem der Beitrag des Vereins zu den Kulturtagen: die Ausstellung »Die Entwicklung der Sommerfrische«. Haupteinnahmequelle war wieder der Adventsmarkt. Der Kassenbericht ergab somit einige Hundert Euro Plus. Der Verein investierte in eine Fassadensanierung des vereinseigenen Teils des Heimathauses. Auch gibt es im Heimathaus nun ein variables Podest, das erstmals beim Hoagart zum Einsatz kam. Steiner sagte, er habe zudem eine Stellungnahme zu den Bauarbeiten, die den neuen Supermarkt und das Rathaus betreffen, eingereicht.

Steiner erhielt viel Lob für seinen Einsatz . Vor allem weil er immer neue Projekte entwickle, sei er ein Vorbild. Auch in diesem Jahr ist einiges geplant: Die Hoftafelaktion für Hart und Ising ist gestartet, das Priestergrab des Pfarrers Gallinger soll restauriert werden und ein Lichtbildvortrag über die Hofmark »Neuen-Chieming« ist in Arbeit. Der Verein verleiht außerdem eine große Votivtafel an das Haus der Bayerischen Geschichte für eine Ausstellung und lässt diese dafür säubern.

Zum Abschluss zeigte Werner Sigl Dias von der Sanierung des Heimathauses vor 33 Jahren. Bei der damaligen Restaurierung kamen allerlei historische Besonderheiten zum Vorschein. So wurde unter einer Säule ein altes Taufbecken gefunden, da im Haus Steine einer alten Kirche verbaut waren. Die Arbeiter entdeckten aber auch unter anderem ein Kienspanloch, eine in die Wand eingelassene Ablage für Feuerhölzer und Kerzen mit Luftabzug. naw

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