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Ausstellung über ein Traunsteiner Wahrzeichen

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Im Traunsteiner Stadt- und Spielzeugmuseum wurde die Sonderausstellung »Der Viadukt über die Traun gestern und heute« eröffnet. Sie zeigt zahlreiche Objekte, Zeichnungen, Malereien, Fotos und Pläne aus verschiedenen Epochen. (Foto: Buthke)

Traunstein – Zum Abschluss der rund zehn Monate dauernden Sanierungsarbeiten am Traunsteiner Eisenbahnviadukt über die Traun eröffnete der »Historische Verein für den Chiemgau zu Traunstein« im Traunsteiner Stadt- und Spielzeugmuseum die Sonderausstellung »Der Viadukt über die Traun gestern und heute«. Zu sehen sind zahlreiche Objekte, Zeichnungen, Malereien, Fotos und Pläne aus verschiedenen Epochen.


Bauten und Plätze, die das Bild einer Stadt prägten, würden zu Wahrzeichen, erklärte der Vorsitzende des Historischen Vereins, Hans Helmberger. Der Eisenbahnviadukt über die Traun sei ein solches Wahrzeichen, wenn nicht sogar das Wahrzeichen Traunsteins. An der Eröffnungsfahrt nahmen laut Helmberger am 12. August 1860 der Bayerische König Maximilian II. und Kaiser Franz Josef von Österreich teil. Später fuhren auf der Eisenbahnlinie München-Salzburg-Wien weitere gekrönte Häupter wie der Schar von Persien, Kaiserin Elisabeth (»Sisi«) oder König Alfons XIII. Von Spanien über den Viadukt. Diese Zeiten seien vorbei, so Helmberger, aber der Viadukt sei auf Anhieb ein Wahrzeichen geworden.

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Der Anlass zur Ausstellung sei die grundlegende Renovierung des Eisenbahnviadukts gewesen. Sein besonderer Dank galt Wolfgang Reidl von der Bauaufsicht der Deutschen Bahn AG für die Erlaubnis, auf der Baustelle fotografieren zu dürfen sowie Martin Schilke von der DB-Netz AG für die Überlassung alter Pläne. Ganz besonders hob er den ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder Wolfgang Falkinger, Werner-Paul Hellmuth, Helmut Kölbl und Herbert Staudinger sowie von Museumsleiter Dr. Jürgen Eminger beim Zusammentragen der Ausstellungsstücke hervor.

Oberbürgermeister Christian Kegel freute sich über die hervorragende Ausstellung und erinnerte an die Gründerzeit, als etwa 1854 der Bau einer Eisenbahnlinie von München bis Salzburg, zu Ehren von König Maximilian II. »Maximiliansbahn« genannt, begonnen wurde. Im Januar 1858 waren die Planungen soweit, dass im Bereich Sektion Traunstein der Königlich-Bayerischen Staatsbahnen mit dem Bau begonnen werden konnte. Der Viadukt mit 105 Meter Länge und rund 25 Meter Höhe sei dabei ein unverzichtbares Bauwerk gewesen, so der Oberbürgermeister. Im Juli 1869 sei er nach nur 17 Monaten Bauzeit fertig gestellt gewesen. Kegel sprach ebenfalls von dem Traunsteiner Wahrzeichen. Viel Lob hatte er auch für die Tätigkeit des Historischen Vereins übrig. »Der Historische Verein leistet einen Beitrag zur Heimatfindung und damit zur Identität mit der Heimat.«

Die Ausstellung ist für den Publikumsverkehr noch bis zum 21. Dezember täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Bjr