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Außergewöhnliches Dienstjubiläum in Waging

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Rosa Wegscheider wurde von Bürgermeister Herbert Häusl (Mitte) und dem Standesbeamten Heinrich Hösle für ihre 60-jährige Tätigkeit im Bestattungswesen geehrt.

Waging am See. Ein seltenes Jubiläum: Seit 60 Jahren ist Rosa Wegscheider aus Waging im Bereich des Bestattungswesens tätig. Bürgermeister Herbert Häusl bedankte sich für ihre Leistung im Dienste der Allgemeinheit und überreichte im Namen der Bürger der Marktgemeinde einen großen Geschenkkorb und einen Blumenstrauß. Außerdem wurde Rosa Wegscheider mit einer Urkunde für die langjährige Tätigkeit geehrt.


Es sei eine unglaubliche Leistung, 60 Jahre lang, tagein und tagaus immer für die Belange der Angehörigen von Verstorbenen da zu sein, sagte Häusl und wünschte Rosa Wegscheider für die Zukunft weiterhin die Gesundheit, die täglichen Arbeiten zu Hause zu bewältigen und noch möglichst lange dem Friedhof erhalten zu bleiben.

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Die Tätigkeit im Bestattungswesen begann am 1. Dezember 1952, als Rosa Wegscheider zusammen mit ihrem Ehemann Anderl die Totengräberei in der damaligen Sepulturgemeinde Waging übernahm, die dann ab 1966 in die gemeindliche Pflichtaufgabe des Marktes Waging überging. Anderl Wegscheider wurde als Totengräber für den Markt Waging angestellt. Mit der Übernahme der Totengräberei kam im Laufe der Zeit auch der gesamte Bestattungsdienst mit Leichenüberführung hinzu. So weitete sich das Einzugsgebiet des Bestattungsdienstes 1964 auf die Pfarrei Tettenhausen, 1965 auf Petting mit Kirchstein und auf die damaligen Pfarreien Taching, Tengling und Törring aus. Mit dem Bestattungsdienst wurden später auch die Leichenüberführung und die Abwicklung von Sterbefällen übernommen.

Im Frühjahr 1985 starb Anderl Wegscheider und der Bestattungsdienst war dann allein in Händen von Rosa Wegscheider. Seither ist sie erste Anlaufstelle der Angehörigen und geht mit viel menschlichem und trostspendendem Geschick liebevoll auf deren Belange ein. Im Laufe der Jahre unterstützte sie dann der Schwiegersohn Max Häusl bis in das Jahr 1999. Im März 1999 übernahm das Bestattungsunternehmen Ferdinand Huber aus Traunstein das Bestattungswesen in Waging. Seit dieser Zeit unterstützt Rosa Wegscheider die Firma Huber bei Sterbefällen und ist nach wie vor die Anlaufstelle für das Organisieren der Beerdigungen in Waging. In der Regel treffen sich die Angehörigen in der Wohnung von Rosa Wegscheider mit den Mitarbeitern der Firma Huber und nehmen die Formalitäten auf und setzen die Wünsche der Angehörigen bei der Abwicklung der Beerdigung um.

Des Weiteren hegt und pflegt die Rosa unermüdlich den Friedhof und kümmert sich darum, dass alles in Ordnung ist. Heuer organisierte sie mit Walter Glück das Ausgrasen des alten Friedhofsteils. Zu ihren täglichen Aufgaben gehören auch das Auf- und Zusperren des Leichenhauses und der Toilettenanlagen sowie die erforderlichen Reinigungsarbeiten.

Für die Gemeinde sei es ein beruhigendes Gefühl, das Leichenhaus und die Friedhofskapelle in guten Händen zu wissen, sagte Bürgermeister Herbert Häusl. Rosa Wegscheider sorge für einen sauberen und gepflegten Zustand des gesamten Friedhofs, kurz gesagt, dass im Friedhof einfach alles in Ordnung ist. Heuer konnte man sie dabei beobachten, wie sie auf Allerheiligen ungepflegte, vernachlässigte Gräber herrichtete.

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