weather-image

Außensanierung am Rathaus beginnt wohl noch heuer

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Die Außensanierung des geschichtsträchtigen Grabenstätter Schlosses soll noch in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Seit 1985 ist das Schloss Sitz der Gemeindeverwaltung. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Mit der Außensanierung des Rathauses im Schloss Grabenstätt befasste sich der Gemeinderat erneut in der jüngsten Sitzung. In früheren Sitzungen im Vorjahr hatten die Räte vereinbart, dass dafür 120 000 Euro im Haushalt bereitzustellen seien. Abzüglich Zuschuss vom Landesamt für Denkmalpflege (15000 Euro) und Zuschuss vom Landkreis (3000 Euro) bliebe für die Gemeinde noch eine Nettobelastung von 102 000 Euro übrig.


Nun ergaben sich in den letzten Wochen einige Änderungen. Bei einem Ortstermin mit Vertretern der Unteren Denkmalschutzbehörde, dem beauftragten Planer und der Gemeinde kam heraus, dass das angedachte Vordach an der Westseite, dem Nebeneingang, nicht genehmigungsfähig ist. Auch Fenster aus Aluminium dürfen nicht angebracht werden. Planer Günther Heiß hat daher die für die Zuschussanträge notwendige Kostenschätzung aktualisiert und kam zu dem Ergebnis, dass nun mit Kosten in Höhe von rund 163 000 Euro brutto zu rechnen sei.

Anzeige

Aus diesem Grunde gab es unlängst noch einmal ein Gespräch im Landratsamt mit der zuständigen Sachbearbeiterin, um die konkrete Zuschuss-Situation zu klären. Beantragt werden konnten demnach 10 000 Euro Zuschuss vom Landesamt für Denkmalpflege, 32 522 Euro vom Bezirk, 17 887 Euro von der Landesstiftung und 9 757 Euro Landkreis. Die Nettobelastung würde somit nur noch mit rund 93 000 Euro zu Buche schlagen.

»Wir hoffen darauf, die beantragten maximalen Zuschüsse zu bekommen«, betonte Bürgermeister Georg Schützinger und verwies darauf, dass auch die Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns beantragt wurde. Erst dann könne auch vor Ort mit den Arbeiten losgelegt werden. Die Gemeinderäte billigten die neue Kostensituation einstimmig.

Die Ausschreibung der Gewerke hat unmittelbar nach Genehmigung des vorzeitigen Baubeginns zu erfolgen. Schützinger hofft darauf, dass noch in diesem Jahr mit der aufwändigen Außensanierung begonnen werden kann. Es gehe dabei um einen neuen Anstrich, das Ausbessern von Putzschäden, die Erneuerung der hölzernen Fensterläden und die Reparatur der Feuchtigkeitsschäden im Fundamentbereich des Schlosses.

Es ist die erste große Außensanierung des Schlosses seit 1985, als die Gemeindeverwaltung im Schloss untergebracht wurde. Nur das Dach sei Schützinger zufolge vor über 20 Jahren schon einmal renoviert worden. Zum Schutz gegen Wind und Wetter werde man einen neuerlichen Vorstoß wagen, um ein Vordach an der Westseite des Schlosses (Nebeneingang) anbringen zu dürfen, so der Rathauschef. Im Gemeinderat war man sich einig, dass das Vordach unbedingt notwendig sei. mmü