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Ausnahme für Tankstellenwerbung

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Petting – Die Volksbank-Raiffeisenbank Oberbayern Südost möchte, dass Autofahrer erstens die neue Tankstelle registrieren und zweitens die Spritpreise sehen. Dazu beantragte die Bank die Aufstellung zweier Anzeigetafeln, eine an der Seestraße und eine zweite an der Staatsstraße 2104, wobei letztere 40 Meter Abstand von der Straße haben muss. Höhe und Breite der Tafeln sind auf acht und auf zwei Meter begrenzt.


»Werbeanlagen sind außer an der Gebäudewand grundsätzlich nicht zulässig«, erinnerte Bürgermeister Karl Lanzinger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, daher brauche es hier eine Ausnahmegenehmigung. »Wir Pettinger sind doch froh, dass wir eine Tankstelle bekommen«, warb er um Zustimmung, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass er andere Zugeständnisse nicht machen wolle. »Ich habe ihnen gesagt: Die Ausgleichsfläche bleibt dort und die Eingrünung kommt wie vorgesehen.«

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Klaus Haunerdinger würde den flachen Teich dort tiefer machen, um ihn als Löschweiher nutzen zu können. »Die Hauptleitung geht direkt vorbei und ein Hydrant ist ebenfalls dort«, bezweifelte Lanzinger die Notwendigkeit, im Übrigen würde man mit so einem Weiher wieder eine Gefahrenstelle schaffen, die einzuzäunen sei. Den zwei Preistafeln und sechs Fahnenmasten stimmten die Räte geschlossen zu.

Auch stimmten die Räte dem Anbau eines überdachten Stellplatzes und einer Holzlege an eine Garage an der Staufenstraße zu. Die Nachbarn haben der Baugrenzenüberschreitung zugestimmt.

Arbeiten für die neue Grundschule vergeben

Die Außenanlagen für die neue Grundschule vergab der Gemeinderat zum Preis von 184 000 Euro, ein zweiter Anbieter lag bei 215 000 Euro. Die Spielgeräte schlagen mit 13 775 Euro zu Buche. Die Boulderwand in den Maßen 5 mal 2,5 Meter kostet 8908 Euro. Den EDV-Auftrag erhielt eine Pettinger Firma. Knapp 36 000 Euro werden 20 Notebooks für die Schüler und sechs für die Lehrer kosten. Mit dabei sind vier Beamer und Dokumentenkameras.

»Alles verdrahtet, alles strahlungsfrei«, betonte Firmeninhaber Hannes Putzhammer. W-LAN komme doch immer mehr, überlegte dazu Franz Vordermayer, ob man das nicht in den Klassenzimmern einrichten solle. »Nicht jede Strahlung ist von Haus aus gut«, formulierte Lanzinger vorsichtig, daher habe man bewusst mit Leitungen gearbeitet. Putzhammer beruhigte: »W-LAN ist jederzeit möglich.« Man sei insgesamt gut im Kostenplan, informierte Lanzinger, liege aktuell sogar um 14 000 Euro unter dem rechnerischen Wert. »Ich bin guter Hoffnung, dass wir keine wesentliche Baukostenüberschreitung bekommen.«

Der Fünf-Jahres-Vertrag mit dem Tierschutzverein Traunstein läuft heuer aus. 50 Cent pro Einwohner zahlt die Gemeinde dafür, dass sich der Verein um Fundtiere kümmert. Lanzinger erinnerte daran, dass man vor etlichen Jahren probiert habe, die Sache selbst zu regeln. »An den Wochenenden gab es gehäuft Fundtiere, und die Finder haben dann beim Bürgermeister angerufen.« Das sollte man sich nicht wieder antun, riet er und verwies auf die anderen Gemeinden, die »fast alle« mit dabei seien. Bis auf Klaus Haunerdinger stimmten alle Räte einer Fortführung des Vertrags zu.

Martin Häusl war es, der die noch immer nicht endgültig gelöste Straßensituation in Putzham neuerlich aufs Tapet brachte, weil ja die Gemeinde ein Teilstück der Straße mit einem etwa einen halben Meter breiten Pflasterstreifen ergänzen wollte. »Das ist schon gepflastert«, gab dritter Bürgermeister Thomas Stippel bekannt, »bis hin zur Mauer.«

Betonwand »ist ein Schwarzbau«

Gemeint war eine Betonwand, die sich an die von der Gemeinde gebauten Steinmauer anschließt. »Durfte die Betonmauer überhaupt gebaut werden?«, fragte Häusl nach, worauf Lanzinger antwortete: »Das ist ein Schwarzbau.« Kontrolleure des Landratsamts seien schon da gewesen, um die nötigen Schritte einzuleiten, denn solche Mauern seien im Außenbereich genehmigungspflichtig. »Dann nimmt die Sache eh ihren Weg, und wir sind zum Glück außen vor«, meinte Ludwig Prechtl beruhigt, während Lanzinger damit rechnete, dass die Genehmigung nachträglich zum Bau eingereicht werde. »Und dann geht's zu uns.« – »Des Putzham is und bleibt a Problem«, seufzte Thomas Stippel. höf