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Ausgaben kritisch unter die Lupe genommen

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Ruhpolding – Im Gemeinderat ging es unter anderem um die Gemeindefinanzen bzw. die Jahresrechnung 2013. Der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Simon Geierstanger (CSU), berichtete, dass das siebenköpfige, örtliche Prüfungsteam die Ausgabenbelege stichprobenartig geprüft habe.


Die Gemeinde Ruhpolding ist Mitglied der Interessenvertretung »Allianz in den Alpen«. Obwohl der Mitgliedsbeitrag nur rund 160 Euro beträgt, hinterfragte der Ausschuss die konkreten Leistungen für die Gemeinde. Auch bei der Reinigung des Heimatmuseums, das mit wöchentlich sechs Stunden abgerechnet werde, sieht man Handlungsbedarf. Geprüft werden soll, ob eine Minderung der Arbeitszeit möglich sei.

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Im Bereich »Innere Werbung« habe man verschiedene Ausgaben näher betrachtet, sagte Geierstanger. Hinterfragt wurden zum Beispiel die Kosten im Zusammenhang mit dem »Osterdorf« und die Kostenentwicklung beim Rauhnachtsmarkt. Der Beteiligungsbetrag der Gemeinde sei zwar kontinuierlich gesunken; jedoch werde eine höhere Standgebühr – ähnlich der Regelungen beim Championspark – für »energiestarke Hütten« angeregt.

Für die Aktion »Wir machen Musik« seien für einen Klavierstimmer anteilig neun Übernachtungen und die Kursgebühren für einen Schüler bezahlt worden. »Hierbei wird um eine kritische Hinterfragung nach der Notwendigkeit und dem touristischen Nutzen gebeten«, so der Vorsitzende.

Im Bereich Tourismus sollte man außerdem prüfen, inwieweit Dienstleistungen durch Dritte für Flyer, Layouts, Powerpoint-Präsentationen oder Einscannen von Bildern auch durch eigenes Personal übernommen werden können, um Kosten zu sparen.

Die Kosten für die Errichtung des Musikpavillons haben einschließlich der Abbrucharbeiten und Bauhofleistungen über 87 000 Euro betragen. Diese Summe sei wegen der provisorischen Gestaltung zu hinterfragen. Bei der Prüfung der Ausgaben für die Chiemgau Arena sei die Entwicklung des Stromverbrauchs erneut kritisch verfolgt worden. Auf einige Maßnahmen sei bereits in diesem Jahr reagiert worden.

Außerdem habe man die Ausgaben für Dienstleistungen durch Dritte im Vergleich zu den Vorjahren betrachtet. Dabei habe man die eigenen Personalkosten und die Bauhofkosten in den Vergleich einbezogen. Für die Einrichtung eines neuen I-Phones für die Stadionleitung seien Fremdleistungen berechnet worden. Hier sei die Frage aufgeworfen worden, inwieweit diese Leistungen von eigenem Personal durchgeführt werden könnten.

Dagegen wurde die Einstellung eines weiteren Gärtners für die Gemeinde begrüßt. Vorteile würden insbesondere im flexiblen Einsatz eigener Mitarbeiter gesehen, sowie an der Verminderung der Fremdleistungen. Abschließend kam es einstimmig zur Feststellung des Berichtes und die Entlastung zur Jahresrechnung 2013 wurde erteilt. hab

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