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Ausbildung steht im Vordergrund

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Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, übten die Aktiven der Bergwacht-Bereitschaft Traunstein in Ratschings in Südtirol die Suche und Rettung von Lawinenopfern. Dabei kam – wie im Hintergrund zu sehen – ganz offensichtlich auch der Spaß nicht zu kurz.

Traunstein. Die Bergwacht-Bereitschaft Traunstein hat derzeit 37 aktive, gut ausgebildete Mitglieder im Einsatz. Diese erfreuliche Feststellung traf der neue Bereitschaftsleiter Thomas Lobensteiner bei der Jahreshauptversammlung. Insgesamt zählt die Bereitschaft 60 Mitglieder, darunter sind neun Anwärter.


Neben dem Vorsorgedienst am Unternberg, gemeinsam mit der Bereitschaft Ruhpolding, wurden der Biathlon-Weltcup sowie weitere Biathlon-Veranstaltungen betreut. Der ungewöhnlich milde Winter führte zu einem Rückgang der Winterdienste.

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In der Winterausbildung wurden schwerpunktmäßig das schnelle Auffinden und die wirkungsvolle Versorgung von Lawinenverschütteten trainiert. Dazu fand eine Ausbildungsfahrt nach Ratschings in Südtirol statt. Auch beim Jahrhunderthochwasser in Deggendorf leistete die Traunsteiner Bergwacht wertvolle Hilfsdienste. Ebenso war die Bereitschaft beim Löschen des Waldbrandes im unwegsamen Gelände oberhalb des Thumsees mit einer starken Mannschaft beteiligt.

Im Rahmen der Sommerausbildung wurden eine Übung an der Hörndlwand abgehalten sowie eine Ausbildungsfahrt in die Lienzer Dolomiten unternommen. Außerdem wurde eine große Zahl von Naturschutzstreifen in den Chiemgauer Bergen absolviert. Zur Unterstützung bei Hubschraubereinsätzen wird von der Bereitschaft ein Tankanhänger vorgehalten, der für schnellen Treibstoffnachschub sorgt. Die Bergwacht Traunstein stellt für das Lehrteam des Abschnitts Chiemgau mit Iris Kotter und Martin Vordermayer zwei Ausbilder für den Bereich Bergrettung Sommer sowie mit Florian Schindler und Claudia Bork zwei Ausbilder für den Bereich Bergrettung Winter. Außerdem wird die Bereitschaft Inzell bei Bedarf durch die Einsatzleiter Wolfgang Schaffert, Franz Mittermaier und Martin Überegger unterstützt. Bergwachtarzt Wolfgang Schaffert erläuterte die nach dem neuen Ausbildungsplan der Bergwacht geltenden Anforderungen an die Bergwacht-Notärzte: Neben der normalen Bergwachtausbildung und der Notarztqualifikation ist eine spezielle Bergwacht-Notarztausbildung zu absolvieren. Diese Spezialausbildung wird unter anderem vom international anerkannten Berg- und Höhenmediziner Schaffert vermittelt.

Alex Beaury erläuterte Ausstattung und Möglichkeiten, die der neue Technikbus des Abschnitts Chiemgau vor allem bei Sucheinsätzen ermöglicht. Rainer Schuhegger und Claudia Bork berichteten von ihren Einsätzen im Rahmen des Kriseninterventionsteams der Bergwacht. Michael Obermeier legte den Kassenbericht vor und verwies darauf, wie wichtig die Förderer für die finanzielle Ausstattung der Bereitschaft sind. Bereitschaftsleiter Thomas Lobensteiner bedankte sich bei allen für die geleistete Arbeit und rief dazu auf, sich auch weiterhin so tatkräftig für die Bergwacht Traunstein einzusetzen.