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Ausbau des Waldweges umstritten

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Chieming. Der von der Gemeinde Chieming beabsichtigte Ausbau des Waldweges als erstmalige Erschließung in Arlaching stand im Mittelpunkt der Diskussion der Bürgerversammlung für den Ortsteil Ising im Gutshof Goldener Pflug.


Gerd Zürcher sagte, mit dem geplanten Ausbau seien die Anwohner des Waldweges nicht einverstanden. Der Waldweg sei nur eine Stichstraße und keine Durchgangsstraße. Die ersten Häuser entstanden dort 1933. Beim Bau des Waldweges sei viel verkorkst worden, besonders was den Abfluss des Oberflächenwassers betreffe.

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Dazu sagte Bürgermeister Benno Graf, eine erstmalige Erschließung habe bisher nicht stattgefunden. Er erinnerte an eine Empfehlung des Landratsamtes aus dem Jahr 1990, demzufolge ein Leichtausbau wie im Falle des Waldweges keine ordnungsmäßige Erschließung sei. Graf betonte daher die Notwendigkeit der geplanten Erschließung. Anwohner Dr. Matthias Schaffert meinte, wenn eine große Mehrheit einen Ausbau des Waldweges ablehne, solle die Gemeinde Chieming dies doch anerkennen und danach handeln.

Grundstücksbesitzerin Bärbel Jobst sagte, 1970/71 sei der Waldweg – noch zu Zeiten der selbstständigen Gemeinde Ising – ausgebaut worden. Die Anlieger hätten dafür finanzielle Leistungen erbracht. Der Waldweg werde immer eine Stichstraße bleiben, also fehle das Interesse an einem Ausbau. Auch Eva Zürcher sprach sich gegen einen Ausbau aus. Der Waldweg müsse nicht breiter werden, die Bäume müssten erhalten bleiben.

Schule Ising benötigt dringend einen Schulbus

Nach Meinung von Anlieger Arno Zandl sehe auch der Bebauungsplan einen wie von der Gemeinde geplanten großzügigen Ausbau des Waldweges so nicht vor. Dazu sagte Bürgermeister Graf, die Gemeinde halte sich selbstverständlich an den Bebauungsplan. Zandl meinte weiter, es wäre wichtiger, den Wasserabfluss an der Straßeneinmündung nach Ising entlang der Staatsstraße 2095 unter Kontrolle zu bringen, wo es bei starkem Regen immer wieder Probleme gebe.

In der Kritik stand auch die Verkehrssituation im vorderen Bereich des Waldweges. Dort stehen die Häuser eng beieinander. Laut Bürgermeister Graf könnte es eine Lösung geben. Doch zuerst müsste das riesige Grundstück des Anwesens »Sulzenbacher« einen Käufer finden. »Dann könnte eine gemeinsame Zufahrt geschaffen werden«, sagte Graf.

Bruno Siglreitmaier (ÖDP) fragte nach dem Sachstand zum Klimaschutzkonzept der Gemeinde. Der Bürgermeister sagte, ein Arbeitskreis wurde bereits gebildet, ihm gehören Sebastian Heller aus Chieming und der Geschäftsführer des Ökomodells Achental, Wolfgang Wimmer an. Dieser Arbeitskreis trifft sich zusammen mit der Firma Greentech GmbH München am Donnerstag, 21. Februar.

Gerd Zürcher fragte nach dem Verkauf des alten Gemeindehauses von Ising. Graf bestätigte den erfolgten Verkauf und gab bekannt, auch der Notschlachtkühlraum in Egerer wurde verkauft. Bärbel Ebner, Schulrektorin des Landschulheimes Schloss Ising, stellte ihre Schule vor, freute sich über den Zuwachs auf 400 Schüler, darunter 160 im Internat. Sie kündigte den Kauf einer Brandmeldeanlage an, berichtete über die neu gestalteten Chemieräume und betonte die Notwendigkeit eines Schulbusses. 18 Schüler müssen täglich geholt werden. OH