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Ausbau der Flickenschild-Alm strittig

Siegsdorf. Kontrovers diskutierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über einen Umbau im Außenbereich Richtung Maria Eck am »Scharam«. Der Antragsteller, der derzeit in London lebt und mit Frau, Schwiegermutter und vier Kindern dort einziehen möchte, möchte das Anwesen als Hauptwohnsitz nutzen. Dazu sind diverse Bauarbeiten notwendig, denn das Gebäude hat derzeit keine Zufahrt. Nur ein Fußweg vom Lindenhof existiert.

Geteilter Meinung waren die Gemeinderäte über die Absicht des Antragstellers, die ehemalige Flickenschild-Alm auszubauen und als Hauptwohnsitz zu nutzen. Derzeit ist das Gebäude in keinem Zustand, der es ermöglicht, dort zu wohnen. (Foto: Wegscheider)

Deshalb ist nun geplant, eine einspurige, nicht asphaltierte Zufahrtsstraße von der Maria-Eck-Straße entlang der Baumreihe zu errichten. Westlich des Anwesens soll ein eingezäunter Garten angelegt werden, der als Auslauf für den Hund dient. Weiter ist an der Nordseite eine Garage für zwei Autos geplant, in dem auch die Heizung untergebracht werden soll. Um eine Abgrenzung zur Kreisstraße zu erhalten, plant der Antragsteller eine Hecke entlang der Kreisstraße zu pflanzen. Die Details müssen jedoch auch wegen der Verkehrssicherheit (Übersichtlichkeit) noch mit der Kreisstraßenverwaltung abgesprochen werden. Im zweiten Bauabschnitt will der Besitzer dann das Wohnhaus an der Westseite erweitern. Dazu ist allerdings eine vorherige zweijährige Nutzung als Hauptwohnsitz notwendig, und deshalb gab es im Gremium längere Diskussionen. Mehrere Räte bezweifelten jedoch, dass der Antragsteller dies tatsächlich verwirklicht, denn Größe und Zustand des Gebäudes geben eine solche Wohnmöglichkeit schlichtweg nicht her. Die Gemeinde wolle verhindern, dass alte Gebäude im Außenbereich entgegen ihrer Satzungen einfach umgebaut werden können, hieß es dazu. Hier müsse genau darauf geachtet werden, ob ein zweijähriges Wohnen auch eingehalten werde.

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Letztlich stimmte der Gemeinderat trotz der sieben Gegenstimmen für die Absichten des Antragstellers. Im Beschluss wird jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Nutzung des Anwesens als Hauptwohnung als Voraussetzung zur Zustimmung einer Erweiterung verpflichtend ist.

Ein weiter Punkt war die Erschließung der Osterhamer Leite für Schmutzwasserkanal, Wasserleitung und Straßenbau. Eine detaillierte Planung hierfür sei notwendig. Der Gemeinderat hat hierfür den Auftrag an das Ingenieur-Büro BSM in Traunwalchen vergeben. Abschließend gab es noch den Hinweis, dass wieder eine Wintersportwoche in Bergen und Siegsdorf für Alpin, Langlauf und Skitouren von 30. Dezember bis 5. Januar stattfindet. hw